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Federer ist zurück Des Rasenkönigs "süssester" Sieg

Der siebenfache Wimbledon-Champion.

(Keystone)

Roger Federer holt sich den Spitzenplatz auf der Tennis-Weltrangliste zurück und schafft es mit diesem "historischen" Sieg auf die Front aller Schweizer Tageszeitungen. Diese sind allesamt des Lobes voll für den nicht mehr ganz jungen Tennisgott.

"Der Grösste", schreibt 24 heures, "Auf dem Gipfel", die Neue Zürcher Zeitung, "Unsterblich", Der Blick, "Nummer eins" die Tribune de Genève, "Roger erklimmt den Tennis-Olymp", heisst es in der Aargauer Zeitung, "AmZiel aller Träume", titelt der Blick.

Es ist doch eher selten, sogar im Sport, dass so viele Superlative auf die Leserschaft niederprassen wie in Bezug auf den Schweizer Tennisprofi. Von phänomenal, grandios, historisch bis unsterblich und noch viel mehr ist da zu lesen.

"Die Superlative begleiten den besten Tennisspieler aller Zeiten schon seit vielen Jahren", schreibt dazu das Boulevard-Blatt Blick. "Aber vielleicht waren sie noch nie treffender als jetzt. Jetzt, wo der bald 31-jährige Familienvater auf eine Art und Weise zurückkehrt, die ihm ganz viele nicht mehr zugetraut haben."

7 Mal hat Roger Federer Wimbledon gewonnen, 17 Grand-Slam-Titel insgesamt. Jetzt ist er erneut die Nummer 1. Auch wenn viele ihn schon abgeschrieben hatten, "liess er all die Zweifel nicht an sich herankommen", heisst es im Berner Bund und im Zürcher Tages-Anzeiger. Federer sei nicht nur ein Balltalent, sondern auch ein hervorragender Manager seiner Ressourcen, seiner Karriere.

Die Krönung einer Ära

"Als er 2003 mit 21 erstmals in Wimbledon siegte, war dies sein emotionalster Triumph. Als ihm dies gestern Sonntag, mit fast 31, zum siebten Mal gelang, war es sein süssester. Und sein grösster. Weil er es schafft, die Zeit zurückzudrehen und den Gesetzen des Sports zu trotzen."

Dieser Sieg von Wimbledon, schreibt die Tribune de Genéve, der vor einem Jahr noch unwahrscheinlich schien, sei eine Art Wiedergeburt eines Champion, des grössten der Tennisgeschichte, den man nur vergöttern könne. "Nur dass Roger Federer kein Heiliger sei. Jedenfalls noch nicht…."

Für die Neue Zürcher Zeitung ist der siebte Wimbledon-Sieg die Krönung von Federers goldener Ära. Schon jetzt werde er von den meisten seiner Konkurrenten als bisher bester Spieler bezeichnet. "Erst die Zukunft aber wird möglicherweise dem Letzten die Augen öffnen, wie aussergewöhnlich Federers Karriere wirklich ist."

Roger Federer habe an diesem Sonntag das Feld des Möglichen nochmals ausgeweitet, den Einfluss seines unverrückbaren Talents ausgedehnt und bewiesen, dass "diese Leidenschaft ein Synonym für ewige Jugend sein kann", meint der Kommentator des Genfer Le Temps.

Mit diesem Meilenstein müssten Federers Gegner akzeptieren, dass "der Maestro im Konzert der Grossen immer noch eine Macht ist, auch wenn er die Tour nicht mehr dominiert wie in den vier Jahren 2004 bis 2007", so die Aargauer Zeitung.

Eine gewisse Demut

Die Basler Zeitung geht der Frage nach, wieso es Roger Federer immer wieder gelinge, weitere Titel zu holen. Ein Grund sei, dass er seine Siege immer noch nicht als selbstverständlich betrachte, so die BaZ. 'Ich wäre schon mit einem Triumph zufrieden gewesen', sage er jeweils in Bezug auf seine Karriere. "Man nimmt ihm diese demütigende Haltung ab, obwohl er mit grossem Ehrgeiz einen Meilenstein nach dem anderen setzt."

Für die Tessiner Zeitung La Regione liegt das Geheimnis von Federers Erfolg in seinem "Wunsch, wie in kleiner glücklicher Junge Tennis zu spielen". Nach jedem Sieg sei er wieder motiviert, aber, und das sei der grosse Unterschied, auch jede Niederlage, wenn sie noch so schmerzhaft sei, sporne ihn wieder an.

Was Federer bislang noch nie geholt hat, ist olympisches Gold im Tennis-Einzel. Das will er nun nachholen. "Sein Hunger ist ungestillt", schreibt der Blick. "Sein Selbstvertrauen riesig. Dieses Schweizer Sportmärchen soll noch einige Jahre andauern."

Roger Federer

Dank seinem 7. Sieg in Wimbledon gegen Andy Murray kehrt Roger Federer auf Platz 1 des ATP-Rankings zurück. Der Serbe Novak Djokovic ist auf Rang 2, der Spanier Rafael Nadal 3.

Anfang Juni 2010 hatte er die Position verloren, im Herbst 2011 war er gar auf Rang 4 abgerutscht.

Federer ist seit 286 Wochen die Nummer 1 der Weltrangliste und seit 237 ununterbrochen.

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