Fehler bei der Strommarkt-Liberalisierung

Bei der Öffnung des Strommarktes ist nicht alles optimal gelaufen. Gemäss Walter Stoffel, Präsident der Wettbewerbskommission (Weko), wurden "gravierende Regulierungsfehler" gemacht.

Dieser Inhalt wurde am 28. September 2008 - 15:51 publiziert

Dies sagte er in einem Interview mit der NZZ am Sonntag. Man hätte den Unternehmen im neuen Gesetz eine Garantie der Kosten und der Eigenmittelrendite eingeräumt. "Die Durchleistungsunternehmen wie Swissgrid können ihre Anlagen faktisch ein zweites Mal abschreiben, in Form einer Wiederbeschaffungsreserve", führte Stoffel aus.

Die momentan diskutierten Preiserhöhungen sind gemäss Stoffel gar keine direkte Folge der Marktöffnung. Die europaweite Verknappung der Elektrizität, nicht die Liberalisierung, führe zur Erhöhung der Preise.

Dass die Preisaufschläge als Folge der Liberalisierung dargestellt würden, ist für Thomas Held, Direktor der Stiftung Avenir Suisse, problematisch. "Das ist ganz schlecht für weitere Reformen", sagte er in einem Interview mit der SonntagsZeitung.

Die Situation auf dem Strommarkt sei ein Beispiel einer unvollständigen Liberalisierung. "Wir haben eine nationale Netzgesellschaft, aber sie gehört immer noch den Produzenten", so Held.

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