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Feine Schweizer Weineim Jahr 2000

Im Tessin und in der ganzen Schweiz dürfen sich Weinliebhaber auf einen tollen 2000er-Wein freuen. Keystone

In den Kellern der Schweizer Winzer reift ein Spitzen-Jahrgang heran. Nach Abschluss der diesjährigen Ernte sprechen die Experten von aussergewöhnlichen Reifegraden und einer hervorragenden Qualität.

Dieser Inhalt wurde am 03. November 2000 - 18:23 publiziert

Ein Merkmal der Weinernte 2000 ist auch der frühe Zeitpunkt der Traubenlese. Seit 1947 habe die Traubenlese nie mehr so früh in Angriff genommen werden können, heisst es im Wallis. Die Ernte wies bereits Anfang September einen hohen Reifegrad auf.

Insgesamt rechnet man im Kanton Wallis mit 49,2 Mio. Litern. Das sind 4,7 Mio. Liter mehr als 1999 und auch mehr als der Durchschnittswert der letzten zehn Jahre. Die Oechslegrade betragen zwischen 78,8 (Fendant) bis 94,1 (Pinot Noir).

Der erreichte Oechslegrad ist die Zahl, um die ein Liter Traubenmost schwerer ist als ein Liter Wasser. Je höher das spezifische Gewicht ausfällt, um so höher ist der Zuckergehalt.

Noch keine konkreten Zahlen kann der Kanton Waadt vermelden. Dennoch sprechen auch die Waadtländer Winzer von hohen Erträgen und guter Qualität. Einer unterdurchschnittlichen Erntemenge steht im Kanton Neuenburg eine überdurchschnittliche Qualität entgegen.

Auch die Genfer Trauben wiesen einen hohen Reifegrad auf. 75 bis 80 Oechslegrade waren es beim Chasselas, 88 bis 91 beim Gamay und 83 bis 100 beim Pinot Noir.

«Superbedingungen» für den Twanner

Zehn bis 14 Tage früher als normal konnten die Winzer am Bieler- und am Thunersee ihre Ernte einfahren. Als Folge von «Superbedingungen» wurden überdurchschnittlich hohe Oechslegrade verzeichnet.

Ebenfalls zehn Tage früher als in den vorigen Jahren begann die Ernte im Kanton Basel-Land. Die Weissweintrauben wiesen einen durchschnittlichen Zuckergehalt von rund 80 Grad Oechsle auf. Dieser Wert wurde bis anhin nur im Spitzenjahrgang 1997 erreicht.

Aargauer Wein besser als Jahrgang 1997

Mengenmässig etwas unter der Menge im Rekordjahr 1999 (26'500 Hektoliter) liegt die diesjährige Ausbeute im Kanton Aargau. Mit 24'000 Hektolitern und einer Qualität, welche selbst das Spitzenjahr 1997 übertrifft, reift aber trotzdem ein Spitzenwein heran.

Noch nicht ganz abgeschlossen ist die Weinernte in der Bündner Herrschaft. Nach ersten Erkenntnissen des kantonalen Rebbaukommissärs Hans Jüstrich liegt der natürliche Zuckergehalt über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Auch der Ertrag habe die Erwartungen erfüllt.

Besser als 1999 wird die Qualität der Tessiner Merlot-Trauben eingeschätzt, welche 90 Prozent der Weinproduktion ausmachen. Im Tessin wird mit Oechslegraden von bis zu 90 gerechnet. Die geerntete Menge hingegen reduzierte sich wegen Hagels gegenüber letztem Jahr um 10 bis 15 Prozent.

In der Innerschweiz ist man mit der Weinernte zufrieden. Sowohl qualitativ und quantitativ spricht man von einem sehr guten Jahrgang. Der Kanton Schwyz verzeichnet qualitätsmässig das drittbeste Resultat der letzten Jahre, und im Kanton Luzern wurde die drittgrösste Menge seit den siebziger Jahren geerntet.

Ostschweiz: Gut, aber nicht super

Weniger euphorisch tönt es aus der Ostschweiz. Im St. Galler Rheintal wird der Wein den Spitzenjahrgang 1999 mengen- und qualitätsmässig nicht ganz erreichen. Der kantonale Rebbaukommissär spricht aber von einem «recht guten Jahrgang 2000».

Auch im Kanton Thurgau wird ein guter Jahrgang erwartet. Wenn das Wetter Ende August und September besser gewesen wäre, hätte es sogar einen Jahrhundertwein gegeben, hiess es auf Anfrage. Gut bis sehr gut ist die Qualität der Schaffhauser Weine. Mengenmässig war die Ernte gleich gut wie 1999.

swissinfo und Agenturen

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