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Feldschlösschen: Umstrukturierung des Getränkebereichs unausweichlich

Die Feldschlösschen-Konzernleitung hofft, bald einen passenden Käufer für den Getränkebereich gefunden zu haben. Keystone

Die Gespräche über den Verkauf der Getränke- und Brauereisparte von Feldschlösschen laufen laut Konzernchef Christof Zuber auf Hochtouren. Auch der neue Besitzer werde nach der Übernahme nicht um eine Restrukturierung herumkommen.

Dieser Inhalt wurde am 29. Juli 2000 - 16:03 publiziert

Im Gegensatz zum Alleingang von Feldschlösschen könne der neue Besitzer die notwendige Umstrukturierung aber sanfter durchführen, zeigte sich Zuber in einem am Samstag (29.07.) veröffentlichten Interview mit der "Basler Zeitung" überzeugt.

Für den Alleingang fehlten Feldschlösschen die teuren Biermarken (Premium Brands) und die Spezialitätenbiere. Zusammen mit einer international tätigen Brauerei, die solche Marken besitze, könnten die heute freien Kapazitäten besser ausgelastet werden.

Bedingung dafür sei allerdings, dass es gelinge, diese Marken in der Schweiz erfolgreich zu etablieren und hier zu brauen. Als mustergültiges Beispiel erwähnte Zuber die holländische Brauerei Heineken, die vor sieben Jahren Calanda- Haldengut übernommen hatte.

Die Auslastung in Rheinfelden liege derzeit bei 80 Prozent. Cardinal in Freiburg verfüge über viele frei Kapazitäten, während Valaisanne im Wallis knapp an der Kapazitätsgrenze produziere. Im Sommer zu Spitzenzeiten seien alle drei zu 100 Prozent ausgelastet.

Entscheid bis Ende Jahr

Das Ziel, den Verkauf bis Ende Jahr abzuschliessen, sei nach wie vor realistisch, sagte Zuber weiter. Wichtiger sei jedoch, den richtigen neuen Eigentümer zu finden. Das könne ein, zwei Monate länger dauern. Er strotze aber vor Zuversicht für die Zukunft.

Grundsätzlich denkbar sei eine Schweizer Lösung. Es kämen nicht nur Brauereien in Frage. Auch reine Investoren und Unternehmen der Getränke- und Distributionsbranche könnten sich melden.

Analysten erwarten, dass der Verkaufspreis für die beiden Teile Biersparte samt Distributionsnetz plus Softdrink-Abteilung und die Sparte Mineralwasser bei rund 700 bis 800 Mio. Franken liegen dürfte.

Feldschlösschen erzielte im letzten Jahr einen Umsatz von 1,093 Mrd. Franken und einen Gewinn von 50 Mio. Franken.

swissinfo und Agenturen

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