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Felssturz in Bondo "Die Situation ist noch angespannt"

Nach dem massiven Felssturz in Bondo beginnen die Aufräumarbeiten. Die Situation ist noch immer angespannt. Die Helfer rechnen jederzeit mit weiteren Murgängen, sagt Martin Keiser vom Kantonalen Amt für Wald und Naturgefahren im Videointerview mit swissinfo.ch.

Im Südbündner Bergsturz-Ort Bondo steht die Armee zum Helfen bereit. Aber ein Einsatz im Bergell kommt derzeit nicht in Frage: zu gefährlich.

Bundesrat Guy Parmelin habe Hilfe zugesagt, aber der Einsatz sei im Moment zu gefährlich, betonte der Bündner Regierungsrat Christian Rathgeb am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Armeeangehörige müssten sich während der Arbeit im überschwemmten Auffangbecken vor dem Dorf Bondo im Notfall innert vier Minuten in Sicherheit bringen können. Das sei nicht möglich, weil das abgebrochene Material in Bewegung sei.

Mit Aufräumarbeiten beschäftigt sind zivile Personen - und das unter ständiger aufmerksamer Beobachtung. Diese Leute sind laut Rathgeb in einer Minute aus dem Auffangbecken raus, sollte erneut Material aus dem Val Bondasca heraus geschwemmt werden.

Rathgeb erinnerte daran, dass am Grenzberg zu Italien, dem Piz Cengalo, eine weitere Million Kubikmeter Gestein in Bewegung ist, die jederzeit abbrechen könnte. Vier Millionen Kubikmeter waren am Mittwoch letzter Woche abgestürzt. Teile davon wurde via Val Bondasca ins Haupttal Bergell bis vor Bondo geschoben.

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