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TURIN (awp international) - Der italienische Industriekonzern Fiat ist im zweiten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der Konzern erzielte einen Überschuss von 113 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Im ersten Quartal war noch ein kleines Minus von 21 Millionen Euro angefallen, vor einem Jahr war es gar ein Fehlbetrag von 179 Millionen Euro. Der Umsatz stieg im Zeitraum von April bis Juni 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 12,5 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn wurde auf 651 Millionen Euro mehr als verdoppelt.
Damit konnte die Marge von 2,4 Prozent im Vorjahr auf 4,4 Prozent erhöht werden. Hierzu trugen den Angaben zufolge neben höheren Erlösen auch weitere Kostensenkungen sowie ein höherer Anteil hochwertiger Fahrzeuge bei. Der Konzern erwirtschaftete im zweiten Quartal einen Nettocashflow von mehr als einer Milliarde Euro, womit der Schuldenstand - das Finanzdienstleistungsgeschäft ausgenommen - auf 3,7 Milliarden Euro gesenkt werden konnte.
An der Börse wurden die Zahlen gefeiert. Die Titel stiegen um 5,85 Prozent auf 9,585 Euro und setzten sich an die Spitze des Mailänder MIB30-Indexes . Commerzbank-Analyst Daniel Schwarz schrieb in einer Studie, Fiat habe seine Erwartungen im zweiten Quartal bezüglich Cashflow und Betriebsgewinn übertroffen.
Der Konzern stellte in Aussicht, die Prognose für das Gesamtjahr voraussichtlich nach dem dritten Quartal anzuheben. Bislang hatte Fiat 2010 als Übergangsjahr bezeichnet, in dem sich alle Geschäftsbereiche, ausser den Autos, im Vergleich zum Krisenjahr 2009 verbessern sollten. Bei den Autos rechnete das Unternehmen mit negativen Auswirkungen durch das Ende staatlicher Abwrackprogramme. Die Erlöse sollen im laufenden Jahr 50 Milliarden Euro übersteigen. Bei einem nahezu ausgeglichenen Nettoergebnis wird bisher ein Betriebsgewinn von 1,1 Milliarden bis 1,2 Milliarden Euro erwartet.
Zur Fiat-Gruppe gehören neben den Automarken Fiat, Alfa Romeo und Lancia sowie den Sportwagenherstellern Ferrari und Maserati auch der Lastwagenbauer Iveco sowie die Bau- und Landmaschinenmarken Case und New Holland (CNH) und mehrere Komponentenhersteller. Zudem kontrollieren die Italiener mit einer Beteiligung von 20 Prozent den US-Konkurrenten Chrysler.
Stärker als erwartet schnitt im zweiten Quartal die Autosparte ab, auf die mehr als die Hälfte der Erlöse entfielen. Trotz eines Absatzrückgangs von 6,2 Prozent auf 554.300 Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge, konnte ein Umsatzplus von 6,4 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro erzielt werden. Dabei glich die Belebung der Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen, wie Transportern und Stadtlieferwagen, den vom Ende der Abwrackprogramme bedingten Rückgang bei den Autos aus. Bei den Lastwagen sowie den Land- und Baumaschinen CNH zogen die Erlöse wieder an. Noch bleiben die Nutzfahrzeugverkäufe von Ivecoo aber weit unter dem Niveau von 2007/2008. CNH erwies sich mit einer Marge von fast acht Prozent als einer der Profitabilitätstreiber.
Fiat bekräftigte am Mittwoch seinen Plan, den Konzern bis zum Jahresende aufzuspalten und das Industriegeschäft in einem neuen Unternehmen Fiat Industrial zu vereinigen. Dort sollen die Agrar- und Baumaschinen von Iveco, CNH und Teile der Antriebsstrang-Fertigung gebündelt werden. Über die Pläne sollen die Aktionäre am 16. September abstimmen. Die Mitte April angekündigte Aufspaltung habe zum Ziel, eine höhere Transparenz - auch für den Kapitalmarkt - zu schaffen und beide Säulen unabhängig voneinander weiterzuentwickeln. Zudem geht es um die Aufteilung von Verbindlichkeiten. Beide eigenständigen Unternehmen sollen künftig an der Mailänder Börse gelistet werden./dct/wiz/tw

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