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Fierz nimmt den Hut

Die Zürcher Baudirektorin Dorothée Fierz bei ihrer Rücktrittserklärung.

(Keystone)

Die Zürcher Regierungsrätin Dorothée Fierz (FDP) tritt per sofort zurück.

Die Baudirektorin stolpert damit über den öffentlich ausgetragenen Streit mit Regierungsratskollegin Rita Fuhrer (SVP).

Sie übernehme damit die politische Verantwortung für die Weitergabe von vertraulichen Dokumenten aus ihrem Department an die Medien, sagte die freisinnige Dorothée Fierz am Donnerstag vor den Medien. Ihr Rücktritt soll zudem Raum schaffen für neue Lösungen.

Die Zürcher Baudirektorin scheidet per sofort aus dem Regierungsrat aus.

Kleinkrieg unter Frauen

Auslöser der Geschichte war die Ankündigung von Dorothée Fierz, das gesamte Tiefbauamt des Kantons Zürich an Volkswirtschaftsdirektorin Rita Fuhrer von der Schweizerischen Volkspartei (SVP) abzugeben. Damit solle der Kleinkrieg zwischen den beiden Frauen beendet werden.

Den Streit und den bevorstehenden Antrag hatte die NZZ am Sonntag am 23. April publik gemacht. Bei diesen Angaben handelte es sich um die Weitergabe vertraulicher Dokumente, von denen Fierz bei ihrer Rücktritts-Ankündigung sprach.

Dass die Freisinnige Fierz und die SVP-Verterterin Fuhrer sich nicht grün sind, war seit langem ein offenes Geheimnis. Der Eclat kam im Zusammenhang mit Verschiebungen von Aufgaben.

Der Regierungsrat hatte im März beschlossen, für Planung und Finanzierung von Strassenbauprojekten sei künftig Fuhrers Volkswirtschaftsdirektion zuständig. Die Realisierung und der Betrieb von Strassenbauten sollten dagegen in der Baudirektion von Fierz bleiben.

Der Regierungsrat hat übrigens die Vorschläge von Fierz, das gesamte Tiefbauamt abzugeben, nicht unterstützt.

Trauerspiel erspart

Wie Regierungsratspräsidentin Verena Diener sagte, gab es schwierige Zeiten in der Regierung. Es sei ein schwieriger Weg sowohl für die Volks- als auch die Baudirektion gewesen.

Leider sei die Situation in den vergangenen zehn Tagen eskaliert. Mit dem Rücktritt sei der Höhepunkt erreicht.

Fierz erspare dem Kanton Zürich mit diesem Schritt ein Trauerspiel in möglicherweise vielen Akten und ermögliche den Übergang zum Tagesgeschäft.

Der Rücktritt von Fierz erfolgt mit sofortiger Wirkung; der ordentliche Stellvertreter, Regierungsrat Markus Notter, und der ausserordentliche Stellvertreter, Regierungsrat Ruedi Jeker, haben mit sofortiger Wirkung die Verantwortung übernommen.

Die Ersatzwahl für Fierz soll noch vor den Sommerferien stattfinden. Die FDP-Politikerin war im Jahr 1999 gemeinsam mit ihrem Parteikollegen Jeker in den Regierungsrat gewählt worden.

Auch Jeker gab kürzlich seinen Rücktritt auf Ende der Legislatur bekannt.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Am 23. April veröffentlichte die NZZ am Sonntag die Absicht von Regierungsrätin Dorothée Fierz, das gesamte Tiefbauamt des Kantons Zürich an ihre "Kollegin" Rita Fuhrer abzugeben.

Die Zürcher Regierung lehnte den Vorschlag von Fierz ab.

Fierz sprach von vertraulichen Unterlagen, die an die Presse kamen, und reichte ihren Rücktritt ein.

Die Politikerin der Freisinnig-Demokratischen Partei (FDP) wurde 1999 in die Zürcher Regierung gewählt.

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