Filmpreis Quartz: "Coeur animal" räumt ab

Das Bauerndrama "Coeur animal" hat am Samstagabend in Luzern sowohl den Quartz 2010 als bester Schweizer Film wie auch jenen für den besten Hauptdarsteller erhalten (Antonio Buil). Beste Hauptdarstellerin wurde die Auslandschweizerin Marie Leuenberger in "Die Standesbeamtin".

Dieser Inhalt wurde am 07. März 2010 - 10:51 publiziert

Die in Deutschland lebende Bühnenschauspielerin hatte in der Komödie zum ersten Mal in einem Kinofilm mitgewirkt. Sie setzte sich gegen Melanie Winiger im Film "Sinestesia" und Sunnyi Melles in "Giulias Verschwinden" durch.

Bei den Darstellern holte Antonio Buil ("Coeur animal") den Quartz. Der favorisierte Roeland Wiesnekker ("Der Fürsorger") und Bruno Ganz ("Giulias Verschwinden") gingen leer aus. Buil spielt in dem archaischen Drama von Séverine Cornamusaz einen spanischen Knecht, der bei einem brutalen Bauern anheuert.

Cornamusaz durfte den Quartz 2010 für den besten Film am Samstagabend aus den Händen von Kulturminister Didier Burkhalter entgegennehmen. Er habe sowohl "Coeur animal" wie "Giulias Verschwinden" gesehen, erklärte der Bundesrat.

"Giulias Verschwinden", eine Komödie von Christoph Schaub zum Thema Altern, war der grosse Verlierer des Abends. Der Film, basierend auf einem Drehbuch des Bestseller-Autors Martin Suter, war mit fünf Nominationen als Favorit ins Rennen gestiegen – und ging mit keinem einzigen Quartz nach Hause.

Auch bei den Drehbuch-Autoren gewann nicht Martin Suter, sondern Frédéric Mermoud für den erfolgreichen Thriller "Complices".

Die Preise wurden von einer Jury verliehen, die sich auf Empfehlungen der Mitglieder der Schweizer Filmakademie stützte. Der Quartz für den besten Dokumentarfilm ging an "Die Frau mit den 5 Elefanten" von Vadim Jendreyko, ein Porträt der renommierten Dostojewski-Übersetzerin Swetlana Geier.

Die Auszeichnung für den besten Kurzfilm erhielt "Las Pelotas" von Chris Niemeyer. In der Komödie geht es um zwei fussballverrückte Ehepaare, die sich auf einen Partnertausch einlassen, um den künftigen Top-Scorer zu zeugen.

swissinfo.ch und Agenturen

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