Finanzkrise: Schweizer Bevölkerung bleibt skeptisch

In den Augen der Schweizer Bevölkerung ist die Finanzkrise noch nicht ausgestanden. 56% denken, dass es zusätzliche regulative Staatseingriffe braucht, um die Finanzwirtschaft zu stützen. Nur 32% glauben, dass diese das Blatt selber wenden kann.

Dieser Inhalt wurde am 28. Mai 2009 - 18:08 publiziert

In dieser Einschätzung, die eine Umfrage des Forschungsinstituts gfs-Zürich ergeben hat, gibt es keine signifikanten Unterschiede zwischen den Sprachregionen und den verschiedenen Alters- und Einkommensgruppen.

Am stärksten an die Notwendigkeit zusätzlicher staatlicher Eingriffe glauben die Sympathisanten der Sozialdemokratischen Partei (SP), bei denen 70% dieser Meinung sind. Bei den Anhängern der anderen Parteien sind es zwischen 51% und 64%.

Die Menschen in der Schweiz sind zudem skeptisch, ob die Verantwortlichen der Finanzwirtschaft die notwendigen Lehren aus dieser Krise ziehen werden: 42% glauben nicht an eine solche Läuterung, gegenüber 32%, die zuversichtlich sind. 22% sind geteilter Meinung.

Dabei sind die Deutschschweizer und die Männer pessimistischer als die Romands und die Frauen. Am positivsten schätzen die Leute ab 65 Jahren und die Menschen der untersten Bildungs- und Einkommensklasse die Wandlungsbereitschaft der Finanzbranche ein.

Die weltweite Wirtschaftskrise zeitigt ein weiteres Phänomen: die Schweizer fordern eine Abkehr von der globalen Ausrichtung der Schweizer Wirtschaft und eine vermehrte Zuwendung zum Binnenmarkt (obschon die Hälfte des Bruttoinlandprodukts über Exporte erarbeitet wird, weil der Binnenmarkt zu klein ist).

swissinfo.ch und Agenturen

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