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Finnischer MAN- und Tognum-Konkurrent will im Service-Geschäft zukaufen

Dieser Inhalt wurde am 03. Mai 2010 - 08:57 publiziert

HAMBURG/FRANKFURT (awp international) - Der finnische Motorenhersteller Wärtsilä will sein Geschäft mit Wartung, Reparatur und Ersatzteilen mit Zukäufen ausbauen. "Ich denke, wir werden dieses Jahr einige Akquisitionen im Servicegeschäft abschliessen können", sagte Vorstandschef Ole Johansson der "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe). In Deutschland seien aber keine darunter.
Wärtsilä ist einer der führenden Anbieter von Dieselmotoren für Schiffe und Kraftwerke und wichtiger Konkurrent der deutschen Konzerne MAN und Tognum . Weitere Wettbewerber sind ABB , Mitsubishi, General Electric (GE) und Caterpillar . Das Unternehmen, das 2009 einen Umsatz von 5,26 Millirden Euro erzielte, ist im OMX-Index der 25 grössten börsennotierten Firmen geführt. Wärtsilä erzielt jeweils rund 30 Prozent des Umsatzes mit dem Schiffs-und Kraftwerkgeschäft. Dominierende Sparte ist mittlerweile der Service, der für mehr als 40 Prozent steht. Dabei geht es um Verträge, Motoren und Schiffe zu warten und reparieren, zu modernisieren oder effizienter zu machen.
Am Markt wird dem Bericht zufolge spekuliert, dass MAN wegen der strategischen Neuausrichtung seine Schiffsmotorensparte verkaufen oder an die Börse bringen könnte. Wärtsilä komme aber aus zwei Gründen nicht als Käufer infrage, sagte Johansson. Zum einen seien die Marktanteile beider Unternehmen zusammengenommen viel zu gross. "Ich glaube nicht, dass das möglich wäre. Wir sind in Marktsegmenten aktiv, in denen eine Fusion nicht im Interesse der Kunden wäre."
Zweitens führt Johansson strategische Gründe an. Im klassischen Motorengeschäft sei Wärtsilä schon jetzt sehr stark vertreten: "Wenn wir entscheiden zuzukaufen, dann würden wir eher unsere Produktpalette ausweiten - oder in Gebieten zukaufen, wo wir noch nicht so stark präsent sind." Als Beispiele nannte er Schiffsschrauben, Getriebe- und Automationssysteme.
Indes wollte Wärtsilä 2007 den deutschen Motorenhersteller Tognum kaufen, wie Johansson jetzt bestätigte. Tognum gehörte eine Zeit lang dem Finanzinvestor EQT. "Als EQT den Ausstieg vorbereitet hat, haben wir uns das genau angeschaut", sagte Johansson. "Die Transaktion ist an den Bedingungen gescheitert." Konkreter wurde er nicht. Heute sei dies kein Thema mehr: "Tognum steht nicht auf unserer Liste, da ist nichts geplant."/stb/tw

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