Firmenkonkurse klettern auf Höchststand

Die weltweite Rezession treibt immer mehr Schweizer Firmen in den Konkurs: Von Januar bis Mai dieses Jahres wurde mit 1984 Konkursen sogar der bisherige Pleiterekord aus dem Jahr 2004 leicht übertroffen.

Dieser Inhalt wurde am 04. Juni 2009 - 09:19 publiziert

Nachdem im April der Anstieg der Firmenkonkurse zwischenzeitlich etwas gebremst wurde, geht der Monat Mai mit 461 Konkursen als absoluter Negativrekord in die Geschichte ein, wie der Wirtschaftsinformationsdienst Dun & Bradstreet schreibt.

Gegenüber dem Vorjahr kletterte die Zahl der Firmenpleiten um ganze 51%. Am stärksten betroffen sind die Kantone Tessin und Zug.

Gleichzeitig wurden auch weniger Firmen gegründet. Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl der Neugründungen um 9% auf 14'75 zurück.

Die Schweizer Firmen spürten die weltweite Rezession wesentlich heftiger, als noch vor einigen Monaten erwartet, kommentierte Dun & Bradstreet. Mittlerweile habe der Abschwung alle Branchen erreicht. Besonders stark betroffen sind die Finanzbranche, die Unternehmens- und Steuerberater und die exportierenden Branchen.

Da mittlerweile auch beim Konsum gespart wird, dürften auch in diesen Branchen die Konkurse in den kommenden Monaten deutlich zunehmen, wie es heisst. Ein neuer Pleiterekord für 2009 werde immer wahrscheinlicher. Dun & Bradstreet rechnet mit bis zu 5100 Firmenkonkursen.

swissinfo und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen