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Flüchtlinge können heimkehren

Aussenminister Joseph Deiss in einer Schule in Shala im Kosovo, die mit Schweizer Hilfe aufgebaut wurde..

(Keystone)

Im Kosovo sind die Sicherheitsbedingungen für eine Rückkehr von Flüchtlingen erfüllt, sagte der Schweizer Aussenminister Joseph Deiss.

Diesen Eindruck gewann der Aussenminister am Montag vor Ort. Die letzten 3000 Flüchtlinge in der Schweiz könnten somit auf freiwilliger Basis heimkehren.

Die Flüchtlinge sollen erneut eine finanzielle Rückkehrhilfe erhalten, wie die Sprecherin des Aussenministeriums, Muriel Berset Kohen, erklärte. Sie konnte jedoch keinen exakten Betrag nennen.

Roma und Aschkali

Bei den noch in der Schweiz befindlichen Flüchtlingen handelt es sich vorwiegend um Angehörige der Minderheiten der Roma und Aschkali. Sie werden besonders von nationalistischen Kosovo-Albanern verfolgt.

Die Schweiz hatte bereits im Juli 1999 ein umfassendes Rückkehr-Programm für die von der UNO verwaltete südserbische Provinz lanciert. In dessen Verlauf profitierten über 30'000 Flüchtlinge von der angebotenen finanziellen Starthilfe.

Rückkehr verantwortbar

Mit dem eintägigen Besuch im Kosovo, drei Jahre nach Einsetzung der UNO-Verwaltung (UNMIK), wollte sich Bundesrat Joseph Deiss ein Bild machen, ob eine Rückkehr der übrigen Flüchtlinge verantwortbar sei.

Aussenminister Deiss traf in Begleitung von BFF-Direktor Jean-Daniel Gerber neben UNMIK-Chef Michael Steiner auch mit Parlamentspräsident Jexhat Daci und Premierminister Bajram Rexhepi sowie Schweizer Experten zusammen.

Die Regierungsvertreter baten um verstärkte Investitionen aus der Schweiz. Das Kosovo-Engagement des Bundes seit 1999 beläuft sich auf rund 334 Mio. Franken.

Deiss gewann den Eindruck, dass in den Bereichen Sicherheit, Integration von Minderheiten und in der Wirtschaft Fortschritte gemacht wurden. Berset Kohen gab jedoch zu bedenken, dass sich die Situation von Dorf zu Dorf ändern könne.

Missliche Wirtschaftslage

Rund 70 Prozent der Bevölkerung seien jünger als 30 Jahre. Die Arbeitslosigkeit liege bei 60 Prozent, umriss die EDA-Sprecherin die Situation. Der Wille zum Wiederaufbau sei vorhanden.

Deiss hielt sich auch in Gracanica, einer serbischen Enklave bei Pristina, auf, wo er mit Vertretern der serbischen Gemeinde zusammentraf. In der Schweiz halten sich noch rund 250 serbische Flüchtlinge aus Kosovo auf.

swissinfo und Agenturen

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