FNAC: Von der Genossenschaft zum Kulturgrossisten

Die FNAC ("Fédération nationale d'achat des cadres") wurde 1954 von zwei Trotzkisten als Genossenschaft gegründet.

Dieser Inhalt wurde am 01. November 2002 - 13:04 publiziert

Seit 1994 gehört die Buch- und Medienkette zum Imperium der französischen Pinault-Printemps-Redoute Gruppe (PPR).

Die in 65 Ländern tätige PPR-Gruppe, zu der nebst Nobelmarken wie Gucci und Yves Saint-Laurent auch die Kaufhausketten Printemps und Conforama gehören, verzeichnete für 2001 einen Umsatz von 27,8 Mrd. Euro. Daran steuerte die FNAC 3,35 Mrd. bei.

Ende 2001 verfügte die FNAC über 60 Läden in Frankreich und 27 im Ausland - in Spanien, Portugal, Belgien, Italien, Brasilien, Taiwan und der Schweiz. Nach Genf kam die FNAC im Herbst 2000. In Lausanne öffnete sie erst kürzlich eine grosse Ladenfläche im Stadtzentrum.

Sonderstellung im Buchmarkt

Die FNAC nimmt im Buchmarkt eine Sonderstellung ein. Das Sortiment und die Leistung ihrer Buchabteilungen gleichen zwar einer traditionellen Sortimentsbuchhandlung, ihr Angebot geht aber weit darüber hinaus - mit CD, DVD, Fotoartikeln und Unterhaltungselektronik.

Laut einer Prognos-Studie zum Schweizer Buchmarkt erreichen die drei sprachregionalen Buchmärkte zusammen ein Umsatzvolumen von gegen einer Milliarde Franken, wovon knapp drei Viertel auf die Deutschschweiz entfallen. Marktführer sind hier Orell Füssli und Phönix.

Die grösste deutsche Buchhandelskette Phönix GmbH, eine Tochter des Douglas Konzerns, hatte die beiden Grossbuchhandlungen Jäggi (Basel) und Stauffacher (Bern) übernommen. Orell Füssli gehört zu 49 Prozent der deutschen Buchhandelsfirma Hugendubel.

swissinfo und Theodora Peter (sda)

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