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Fonds-Gelder für polnische Holocaustopfer

15'000 ehemalige polnische politische KZ-Gefangene erhalten vom Schweizer Spezialfonds für Holocaustopfer je 400 Dollar Unterstützung. Eine polnische Delegation unterzeichnete am Dienstag (09.05.) in Bern eine entsprechende Verteilverpflichtung.

Dieser Inhalt wurde am 09. Mai 2000 - 16:22 publiziert

Die Unterzeichnungszeremonie in der polnischen Botschaft fand in Anwesenheit von Fonds-Präsident Rolf Bloch statt, teilte das Fondssekretariat mit.

Die Polnisch-Deutsche Stiftung "Aussöhnung und Verständigung" war unter anderem durch den Vize- Stiftungsvorstand, ehemaligen polnischen Verteidigungsminister und früheren Professor an der Universität Freiburg, Jan Parys und den Stiftungssekretär Andrzej Tlomaci vertreten.

Insgesamt erhöht sich damit die Zahl der Personen in Polen, die Unterstützung aus dem Spezialfonds erhalten, auf 28'000 - Juden, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, Homosexuelle und politisch Verfolgte. Die Gesamtzahl der Begünstigten, die politisch verfolgt wurden, liegt bei 40'000 Personen.

In den Spezialfonds flossen seit 1997 rund 295 Mio. Franken. Diese Zahl setzt sich aus Beiträgen von Banken und Wirtschaft sowie Zinsen und Spenden zusammen. Über die Verteilung von 284 Mio. hat die Fondsleitung entschieden.

Davon wurden 256 Mio. an Partnerorganisationen überwiesen. Diese wiederum haben nach Angaben des Fondssekretariats über 202 Mio. Franken an Begünstigte ausgezahlt. Der Löwenanteil der Gelder -rund 195 Mio.Franken - ging oder geht an jüdische Holocaust-Überlebende in Osteuropa, den USA und Israel.

Der Spezialfonds rechnet damit, in diesem Jahr alle Mittel an mehr als 310'000 Personen verteilt zu haben.

Der Schweizer Fonds zugunsten bedürftiger Opfer von Holocaust/ Shoa war am 26. Februar 1997 durch eine Verordnung der Schweizer Regierung geschaffen worden. Der Fonds bezweckt die Unterstützung bedürftiger Personen, die aus rassistischen, religiösen, politischen oder anderen Gründen verfolgt oder in anderer Weise Opfer von Holocaust/Shoa geworden sind, sowie die Unterstützung ihrer bedürftigen Nachkommen.

swissinfo und Agenturen

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