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FRANKFURT (awp international) - Anleger sollten laut Carmignac Gestion auch in Zukunft auf Aktien aus den Schwellenländern setzen. Die Sorgen über die Inflation in den aufstrebenden Märkten seien zwar berechtigt, doch diese Entwicklung sollte schon bald ein Ende finden, sagte Xavier Hovasse, Fondsmanager bei der französischen Fondsgesellschaft, am Montag in einem Gespräch mit der Wirtschaftsnachrichtenagentur dpa-AFX in Frankfurt. "Langfristig sprechen die überdurchschnittlichen Wachstumschancen weiterhin für Investments in China, Brasilien und Indien." Aussichtsreiche Anlagemöglichkeiten gebe es aber auch in Ländern wie Kolumbien, Thailand und der Türkei, die bei den meisten Investoren weniger im Fokus stehen.
"Nach den deutlichen Mittelzuflüssen der vergangenen Jahren hat es seit Anfang 2011 erhebliche Abflüsse aus den Schwellenländermärkten gegeben", so der Experte weiter. Wegen der zuletzt schwachen Entwicklung der dortigen Börsen sei nun aber ein guter Einstiegszeitpunkt für die Investoren gekommen. Zwar dürften die Notenbanken in China und Brasilien die Zinsschraube noch etwas weiter anziehen, um damit die Inflation zu bremsen. Doch Hovasse rechnet dort bereits für Juli oder September mit dem Höhepunkt dieser Entwicklung, was am Markt für Entspannung sorgen sollte. "Die Inflation wird nicht ausser Kontrolle geraten, sondern sich stabilisieren und das Wachstum nicht wesentlich beeinträchtigen", glaubt der Experte.
Neben den überlegenen Wachstumsaussichten spricht laut Hovasse auch die geänderte Wahrnehmung für asiatische und lateinamerikanische Aktien. Bis zur Hypothekenkrise in den USA und der auf Europa übergreifenden Finanz- und Wirtschaftskrise hätten die meisten Investoren schwerpunktmässig hier investiert und die als riskant eingeschätzten, aufstrebenden Märkte nur als vorsichtige Ergänzung für eine bessere Entwicklung ihrer Portfolios genutzt. "Doch inzwischen haben viele gemerkt, dass es etwa in Brasilien keine Bankenkrise gegeben hat und die meisten Schwellenländer sich als sehr widerstandsfähig erwiesen haben. Auch in den kommenden Jahren werden diese Märkte stärker als Europa und die USA wachsen, ohne dass dies mit höheren Risiken verbunden sein muss."
Dazu komme die niedrigere Staats- und Unternehmensverschuldung als Kaufargument, nachdem viele Schwellenländer "aus den eigenen Schuldenkrisen in den 1990-er Jahren ihre Lektion gelernt haben". Entsprechend sähen die Ratingagenturen die Kreditwürdigkeit etlicher Staaten positiver als früher. Generell favorisiert der Experte Aktien ortsansässiger Unternehmen, die primär auf ihren Heimatmärkten tätig sind. Hier sei die Auswahl grösser als bei den Titeln konkurrierender Konzerne aus den Industrieländern, die Risiken seien wegen der regionalen Fokussierung überschaubarer und auch die Bewertungen meist günstiger. Eine Ausnahme macht Hovasse beim französischen Luxusgüterhersteller LVMH , für den es wegen seiner starken Marken keine ernsthaften Konkurrenten gebe.
Aus Branchensicht gehören Aktiengesellschaften aus dem Konsum-, Infrastruktur- und Gesundheitsbereich, die von einer vorteilhaften Bevölkerungsentwicklung profitieren, zu den Favoriten von Hovasse. Wichtig sei aber auch eine gute Unternehmensführung. Gerecht würden diesen Kriterien etwa der vor allem in Brasilien tätige Bekleidungshersteller Herring oder Ambev, der weltweit fünftgrösste und in Lateinamerika führende Getränkehersteller, der inzwischen zum belgisch-brasilianischen Inbev-Konzern gehört. Doch auch Unternehmen aus dem Finanzbereich wie die Versicherungsunternehmen Porto Seguro und Amil International Health Corporation gehören nach Einschätzung des Experten ins Portfolio./gl/bgf

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