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Eglisau (awp) - Die Forbo Holding AG hat im ersten Semester des Geschäftsjahres 2010 den Umsatz gesteigert und den operativen Konzerngewinn mehr als verdoppelt. Dabei drückte der starke Franken auf das Wachstum. Mit dem Verkauf von Rieter-Aktien erzielte die Gesellschaft einen ausserordentlichen Finanzertrag und für die zweite Jahreshälfte erwartet Forbo weiter gute Geschäfte.
Der Gruppen-Umsatz stieg von Januar bis Juni um 3,7% auf 918,8 Mio CHF. In Lokalwährungen lag der Zuwachs bei 6,2%, wurde aber durch den starken Schweizer Franken um 2,5% gemindert, wie der Bodenbelag- und Klebstoffhersteller am Dienstag mitteilte.
Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 79,7% auf 83,9 Mio CHF und die EBIT-Marge auf 9,1 (5,1)%. Strukturelle Anpassungen in den Jahren 2008 und 2009 aufgrund des wirtschaftlichen Umfelds, Massnahmen zur Effizienzsteigerung sowie neue Produkte mit höherer Wertschöpfung hätten die Ertragskraft nachhaltig gestärkt, heisst es weiter.
Das Konzernergebnis aus dem operativen Geschäft konnte mit 58,7 Mio CHF gegenüber der Vorjahresperiode mehr als verdoppelt werden. Zusätzlich hat die Gesellschaft einen ausserordentlichen Finanzertrag von 43,0 Mio CHF vor Steuern aus dem Verkauf von Rieter-Aktien erzielt. Dies führte zu einem Konzerngewinn von insgesamt 90,9 Mio CHF.
Mit diesem Zahlenset hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten (AWP-Konsens) übertroffen. Die Experten hatten mit einem Umsatz von durchschnittlich 905,8 Mio, einem EBIT von 69,6 Mio und einem Reingewinn von 78,5 Mio CHF gerechnet.
In den meisten geografischen Regionen habe sich die Nachfragesituation stabilisiert, erklärte die Gesellschaft. In wichtigen Kundensegmenten wie dem Maschinen- und Anlagenbau sowie den langlebigen Konsumgütern wie Autos, Möbel und Textilien seien deutliche Wachstumstendenzen sichtbar. Zudem hätten auch wieder Aufträge aus bisher zurückgestellten Logistikprojekten realisiert werden können.
Der Geschäftsbereich Flooring Systems erzielte einen Umsatz von 449,1 Mio CHF, was einem leichten Rückgang von 0,6% entspricht. In Lokalwährungen resultierte jedoch ein Plus von 1,5%. Einer guten Umsatzentwicklung insbesondere in Märkten wie der Schweiz, Amerika und Osteuropa stand eine schwächere Nachfrage in den Niederlanden und in Frankreich gegenüber. Aufgrund weggefallener Integrations- und Restrukturierungskosten stieg der EBIT signifikant um 40,7% auf 61,2 Mio CHF. Die EBIT-Marge kletterte auf 13,6 (9,6)%.
Die Division Bonding Systems erreichte einen Umsatz von 304,6 Mio CHF, ein Anstieg um 8,2% bzw. 11,8% in Lokalwährungen. Wachstumsmotor war vor allem der Bereich der industriellen Klebstoffe. Bauklebstoffe seien von der immer noch schwachen Entwicklung der Baubranche in Europa beeinflusst. Der EBIT erhöhte sich um 39,9% auf 20,0 Mio CHF und die EBIT-Marge auf 6,6 (5,1)%.
Der Bereich Movement Systems steigerte den Umsatz um 8,1% auf 165,1 Mio, bzw. um 10,1% in Lokalwährungen. Dieser Zuwachs, verbunden mit angepassten Strukturen, führte zu einem positiven EBIT von 10,5 Mio CHF nach einem Verlust von 2,8 Mio CHF im Vorjahr. Die im vergangenen Jahr durchgeführte Restrukturierung habe die Ertragssituation stabilisiert und weiter verbessert, schreibt Forbo. Die EBIT-Marge lag bei 6,4 (-1,8)%.
Für 2010 gibt sich Forbo trotz der sich belebenden Konjunktur nur vorsichtig optimistisch. Das Vertrauen in eine nachhaltig positive Entwicklung der Weltwirtschaft sei noch nicht zurückgekehrt, so die Mitteilung. Besonders bei den Währungskursen seien die Entwicklungen schwer abzuschätzen.
Bei ähnlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwartet das Unternehmen im zweiten Halbjahr "wiederum ein gutes Resultat", so dass das Konzernergebnis 2010 aus dem operativen Geschäft das Rekordergebnis aus dem Jahr 2007 (110,7 Mio CHF) übertreffen dürfte.
cc/uh

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