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Forderungen an Munich Re nach Millionen-Gewinn

Dieser Inhalt wurde am 03. November 2009 - 12:40 publiziert

MÜNCHEN (awp international) - Nach einem Millionen-Gewinn im Internet sieht sich der weltgrösste Rückversicherer Munich Re mit Forderungen eines privaten Lotterievermittlers konfrontiert. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht der "Financial Times Deutschland" (Dienstag). Demnach hatte der Rückversicherer den britischen Anbieter MyLotto24 für den Fall abgesichert, dass einer seiner Kunden die Zahlen tippt, mit denen der deutsche Lotto-Jackpot geknackt wird, was Ende September auch tatsächlich geschehen war.
Neben einem Tipper aus Bayern, der per Tippschein der staatlichen Lotteriegesellschaft 31,7 Millionen eingestrichen hatte, gewann ein unbekannter Spieler die gleiche Summe via Internet-Tipp. Der Anbieter MyLotto24 habe den Gewinn, der 10 Millionen Euro übertreffe, bei der Munich Re versichert, hiess es in dem Bericht, der Rückversicherer solle jetzt 21,7 Millionen Euro zahlen, habe dies aber bislang nicht getan. "Der Schaden ist in der rechtlichen Prüfung", sagte die Munich-Re-Sprecherin, machte zu Details aber keine Angaben.
Der Fall werfe auch komplizierte rechtliche Fragen auf, hiess es in der "FTD". Das Internetglücksspiel sei zwar in Deutschland auf Drängen der ländereigenen Lottogesellschaften verboten. Der Anbieter MyLotto24 habe aber eine Lizenz der britischen Behörden. Die Besitzverhältnisse bei MyLotto24 - das Unternehmen gehöre mehrheitlich einer Schweizer Stiftung und nur zu 40 Prozent der Hamburger Tipp24 AG - sorgten dafür, dass Tipp24 nicht für die Aktivitäten des britischen Anbieters verantwortlich gemacht werden könne./cs/DP/tw

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