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France Telecom investiert in Übersee - spricht mit Telekom

Dieser Inhalt wurde am 12. Mai 2010 - 17:17 publiziert

PARIS (awp international) - Nach der vollständigen Übernahme des ägyptischen Mobilfunk-Branchenprimus Mobilnil nimmt France Telecom (Marke Orange) weitere Schwellenländer ins Visier. Mit der Deutschen Telekom tauscht sich der Konzern über die Möglichkeit der Investition in Fernsehen und Sportrechte aus. "Unsere Entwicklung in den aufkommenden Ländern ist vorrangig", sagte Konzernchef Stéphane Richard der Pariser Finanzzeitung "La Tribune" (Mittwoch).
2010 und 2011 stünden jeweils vier Milliarden Euro für Zukäufe oder Kredittilgung zur Verfügung. Wegen der geringen Verschuldung könne man auch "zeitweise die Schulden erhöhen, um Zukäufe zu finanzieren". Im vergangenen Jahrzehnt habe France Télécom sich in Uganda, Kenia, Niger und sogar Tunesien engagiert. "Afrika hat ein grosses Potenzial." Dagegen seien China und Indien "sehr schwierig". In Asien könne man auf kleineren Märkten wie Vietnam etwas erreichen.
Die 10,7 Milliarden US-Dollar, die der Inder Bharti für das Afrikageschäft von Zain gezahlt habe, erscheinen Richard zu hoch. Der Kuwaiter Mobilfunkanbieter Zain ist bisher in 23 Staaten Afrikas und Arabiens von Sambia bis zum Irak präsent und hat sein Afrikageschäft (ohne Marokko und Sudan) kürzlich an Barthi Airtel Ltd abgetreten. France Télécom hatte ebenfalls Kaufinteresse gehabt.
Noch unklar ist die Strategie von France Télécom als möglicher Anbieter von Inhalten auf neuen Märkten. "Wir arbeiten daran, in Monatsfrist unsere Position zu klären, mit einer schweren Option", sagte Richard. "Ich habe die Präsidenten von Deutsche Telekom und Telefonica sowie (den mexikanischen Telefonunternehmer) Carlos Slim getroffen. Alle stellen sich dieselbe Frage und keiner hat eine Lösung gefunden."/hn/DP/she

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