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Francine Jordi nur Drittletzte

Francine Jordi bewahrte sich ihr Strahlen auch nach der herben Niederlage.

(Keystone)

Für die Bernerin Francine Jordi setzte es beim Eurovision Song Contest in Tallinn eine bittere Enttäuschung ab. Überraschungssieger wurde Lettland.

"Das verstehe ich nicht", sagte die Kommentatorin des Schweizer Fernsehens, Sandra Studer, am Samstagabend mehrmals während der Punktevergabe. Der Schweizer Beitrag gehöre doch nicht so weit nach unten in der Rangliste, resumierte sie zum Ende der dreistündigen Direktübertragung aus der estnischen Hauptstadt Tallinn.

Französisches Lied

Dabei hatte die 24-jährige Francine Jordi mit viel Selbstvertrauen auf die Bühne der neu gebauten Saku-Halle treten können. Die Schweizer Ausscheidung hatte sie diskussionslos gewonnen, und auch international glänzte die Bernerin schon mehrmals - zum Beispiel 1998 als Siegerin des Grand Prix der Volksmusik.

Und ihr selbstentworfenes rot-schwarzes Blumenkleid passte zum Titel "Dans le jardin de mon âme". Aber ihre Ballade entsprach nicht dem Geschmack des Publikums, das meist englische Titel zu hören bekam.

Verwirrung herrschte über die Zahl der Punkte für Jordi. Während auf der TV-Schlusstafel 15 Punkte aufgeführt wurden, standen auf der Eurovisions-Internetseite 16 Punkte und die Nachrichtenagentur dpa korrigierte unter Berufung auf die Organisatoren von 15 auf 12 Punkte. Überall gleich ist allerdings der 22. Schlussrang für die Schweiz.

Schweiz 2003 wieder nur Zuschauerin

Mindestens 15. hätte Jordi werden müssen, damit die Schweiz nächstes Jahr nicht wieder auf der Strafbank sitzt wie nach Gunvors legendärer Nullpunktschlappe (1998) und dem etwas weniger spektakulären Bogaert-Flop (Viertletzte 2000).

Aber die heimische Musikgilde kann 2003 wieder nur zuschauen, wenn der Eurovisions-Tross von Estland ins baltische Nachbarland Lettland zieht. Denn von dort kommt die überraschende Siegerin des 47. europäischen Schlager-Grand-Prix: Marie N.

"Strip" der Siegerin

Während sie ihren schnellen Latino-Popsong "I Wanna" sang, streifte ihre Background-Gruppe ihren schwarz-weissen Herrenanzug ab - zum Vorschein kam ein rotes Minikleid, das sich dann doch noch als langes Abendkleid entpuppte.

Marie N war als vorletzte aufgetreten und bekam 176 Punkte. Bis zum Schluss hatte sie sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Ira Losco aus Malta geliefert, die mit "7th Wonder" 164 Punkte holte. Die Lettin russischer Abstammung, die ihr Alter geheim hält und mit richtigem Namen Marija Naumowa heisst, gehört in ihrer Heimat zu den Pop-Grössen.

"Ich bin einfach glücklich", sagte sie nach der Show und dankte den anderen baltischen Staaten für ihre jeweils vergebene Höchstzahl von 12 Punkten.

Favoriten enttäuschten

Es war nicht der Abend der Favoriten. Der deutsche Beitrag der blinden Corinna May, der von Ralph Siegel komponierte Song "I can't live without music", landete an 21. Stelle und damit nur einen Rang vor Jordi. Das schwedische Disco-Trio "Afro-Dite" musste sich mit Platz 8 begnügen.

Der Grand Prix wurde dominiert von durchgestylten Popsongs und Balladen - heraus stachen die Auftritte von Belgien und Slowenien. Der belgische Entertainer Sergio trat mit einem Rocksong an und absolvierte einen Handstandüberschlag. Das slowenische Transvestiten-Trio Sestre strahlte in roten Kostümen, Pumps und stark geschminkt in die Scheinwerfer.

swissinfo und Agenturen


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