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HAGEN (awp international) - Probleme in Frankreich haben dem Handelskonzern Douglas im wichtigen Weihnachtsgeschäft den Gewinn geschmälert. Wegen sinkender Umsätze in den französischen Douglas-Parfümerien musste das Unternehmen aus Hagen einen zweistelligen Millionenbetrag abschreiben. Wie Douglas am Mittwoch mitteilte, sank das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im ersten Geschäftsquartal 2010/11 von 150,6 Millionen auf 146,4 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis, das der Konzern auch für seine Jahresprognose heranzieht, lag mit 142,1 Millionen Euro nur knapp über dem Vorjahreswert.
Der Überschuss ging von Oktober bis Dezember von 96,2 Millionen auf 93,8 Millionen Euro zurück. Douglas hatte im Vorjahr einen positiven Einmaleffekt aus der Beteiligung am Online-Händler buch.de verbuchen können. Zudem fiel im ersten Quartal dieses Geschäftsjahres eine höhere Steuerquote an.
Börsianer zeigten sich in einer ersten Reaktion enttäuscht, da am Markt im Schnitt mit einem besseren Abschneiden gerechnet worden war. Die im MDax notierte Aktie lag im frühen Handel mit 39,915 Euro knapp unter Vortagesniveau.
Das Unternehmen hatte schon im vergangenen Jahr unter einem schwachen Auslandsgeschäft gelitten. Gerade in Ländern wie Portugal, die in der Wirtschaftskrise besonders unter Druck gerieten, entwickelten sich die Parfümerien schwach. Schlecht laufende Filialen wurden deshalb geschlossen.
Douglas zog sich aber auch aus einigen Märkten ganz zurück, in denen der Konkurrenzdruck durch einheimische Wettbewerber zu gross ist. So verkaufte der Konzern zum Jahresende seine 32 russischen Parfümerien, obwohl diese profitabel waren. Der Verkaufserlös floss in das erste Quartal ein, wurde aber durch die Abschreibungen wieder aufgezehrt.
Deutlich besser läuft es für Douglas im Inland. Die deutschen Verbraucher kauften im Weihnachtsgeschäft kräftig ein und verhalfen Douglas so konzernweit zu einem Umsatzplus von 4,5 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro. Zu Douglas gehören neben den gleichnamigen Parfümerien die Buchhandelskette Thalia, die Juweliergeschäfte Christ, die AppelrathCüpper-Modehäuser und die Süsswarenläden Hussel.
Den grössten Umsatzzuwachs von knapp 10 Prozent verbuchten die Christ-Filialen, deren Ergebnis ebenfalls stieg. Der Buchkette Thalia verhalf das Online-Geschäft zu einem höheren Umsatz, allerdings ging das Ergebnis zurück. AppelrathCüpper legte leicht zu beim Umsatz und hielt das Ergebnis stabil. Ebenfalls auf Vorjahresniveau entwickelten sich die Hussel-Filialen.
Für das Ende September auslaufende Geschäftsjahr bestätigte Douglas die im Januar abgegebenen Prognosen. Der Konzernumsatz soll 2010/11 (Ende September) um zwei bis vier Prozent wachsen und das Vorsteuerergebnis bei rund 140 Millionen Euro ausfallen. In die Erweiterung des Ladennetzes, die Modernisierung von Filialen und den Ausbau den Online-Vertriebs sollen 125 Millionen Euro fliessen./she/alg/zb

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