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FRANKFURT (awp international) - Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport schraubt nach einem von Aschewolke und Streik geprägten ersten Halbjahr die Erwartungen nach oben. "Insgesamt werden wir am Ende des Jahres in Frankfurt einen Passagierzuwachs von drei bis vier Prozent verzeichnen können, sagte Fraport-Chef Stefan Schulte am Donnerstag bei der Vorlage der Halbjahresbilanz. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll nun 670 bis 680 Millionen Euro erreichen. Auch das Konzernergebnis dürfte höher ausfallen als im Krisenjahr 2009. Bislang war Fraport von einem EBITDA in Höhe von 635 Millionen Euro und einem mit 157 Millionen Euro stabilen Konzerngewinn ausgegangen.
In den ersten sechs Monaten trotzte Fraport der Luftraumsperrung nach dem Vulkanausbruch in Island und den Flugausfällen durch Pilotenstreik und Schneetreiben. Der Umsatz kletterte in etwa wie von Analysten erwartet um 5,5 Prozent auf 1,02 Milliarden Euro. Das EBITDA legte überraschend stark um 15,8 Prozent auf 304,6 Millionen Euro zu. Der Konzerngewinn sank hingegen um 21,9 Prozent auf 52 Millionen Euro. Hier schlugen die Kreditzinsen für den Flughafenausbau durch.
Der Aufschwung in der Luftfahrt setzte sich im Juli fort. In Frankfurt zählte Fraport fast acht Prozent mehr Fluggäste als ein Jahr zuvor. Im Mai und Juni hatte der Anstieg bei rund sieben Prozent gelegen. Die vollständigen Verkehrszahlen will Fraport am 11. Mai veröffentlichen./stw/he

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