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FRANKFURT (awp international) - Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport treibt sein Wachstum im Ausland voran. Das Unternehmen arbeitet an Zukäufen in China und Lateinamerika, wie Fraport-Chef Stefan Schulte am Mittwoch beim Luftfahrt-Presse-Club in Frankfurt sagte. Gerade habe das Unternehmen eine Absichtserklärung zum Einstieg bei dem chinesischen Flughafen Changsha unterzeichnet. Eine Entscheidung erwarte er binnen ein bis zwei Jahren. Zudem will Fraport ein Gebot für den Flughafen in Puerto Ricos Hauptstadt San Juan abgeben und hofft, dass auch die künftige Regierung Brasiliens ab 2011 die staatlichen Flughäfen privatisiert.
"Wir sind am brasilianischen Markt interessiert und können uns das leisten", sagte Schulte. Die Wahlen in Brasilien sind für den Herbst angesetzt, Anfang 2011 soll die Regierung im Amt sein. Fraport erwartet, dass dann auch Investoren für die Flughäfen gesucht werden. Puerto Rico ist in dieser Hinsicht schon weiter. Das Privatisierungsverfahren beginnt im Herbst, bis März sollen die Gebote abgeben werden. Fraport will als Bieter dabei sein, wie Schulte sagte. Der Flughafen dürfte den Frankfurtern auch einen Zugang zum nordamerikanischen Markt bieten.
In China bleibt den Deutschen wie bereits bei dem Engagement in am Flughafen Xi'an wegen staatlicher Vorschriften nur eine Minderheitsbeteiligung von knapp 25 Prozent. Im Zuge der unterzeichneten Absichtserklärung sei bereits eine technische Zusammenarbeit und der Austausch von Mitarbeitern vereinbart worden, sagte Schulte. Fraport ist in den vergangenen Jahren stark ausserhalb Frankfurts gewachsen. Die Auslandsflughäfen wie Antalya (Türkei) und Lima (Peru) tragen bereits 20 Prozent zum Konzernumsatz und 30 Prozent zum Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) bei. Für die anvisierten Zukäufe sieht Schulte das Unternehmen ausreichend kapitalisiert.
Am Frankfurter Flughafen geht die Erholung nach dem Ende der Wirtschaftskrise weiter. "Der September läuft sehr gut", sagte Schulte. Der Frankfurter Flughafen habe sich besser von der Krise erholt als Paris oder London. Dies liege unter anderem an der stärken Wirtschaft in Deutschland. Im August war das Passagieraufkommen in Frankfurt um 6,6 Prozent gewachsen, das Fracht- und Postaufkommen um 18 Prozent. Die neue Landebahn werde wie geplant zum Winter 2011 in Betrieb gehen, sagte Schulte. In den Jahren 2016 oder 2017 soll der erste Bauabschnitt des dritten Passagierterminals fertig sein.
Bereits jetzt verspürt Fraport laut Schulte es eine hohe Nachfrage der Fluggesellschaften nach neuen Start- und Landezeiten, sogenannten Slots. Über deren Vergabe entscheidet der Flughafenkoordinator der Bundesrepublik.
Schulte zeigte sich überzeugt, dass vor allem der Interkontinental-Verkehr von der zusätzlichen Kapazität des Flughafens profitieren dürfte. Ob der britische Billigflieger Easyjet künftig Frankfurt ansteuert, liess der Manager offen. Allerdings habe die Gesellschaft bereits früher Interesse bekundet. Eine Zusammenarbeit mit Ryanair schloss der Manager hingegen aus: Die von Ryanair geforderten Drehzeiten am Boden könne Fraport an einem so grossen Flughafen wie Frankfurt nicht bieten, und auch bei den Gebühren könne Fraport nicht auf das Niveau von Flughäfen wie Hahn im Hunsrück gehen, die Ryanair sonst anfliege./stw/wiz

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