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Frauen-Netzwerke

Noch immer ist für qualifizierte Frauen schwieriger als für Männer, nach der Ausbildung Karriere zu machen.

(Keystone Archive)

Wenn Frauen sich vernetzen, nützt ihnen das beruflich und privat. Bei Bahn, Post sowie in der Verwaltung haben sich Werkstatt-Gespräche zur Förderung der Chancengleichheit bewährt.

Männer gehen in den Fussballclub, profitieren von Verbindungen oder kommen weiter durch Bekannte aus Berufsverbänden. Bei Frauen sieht das anders aus. Sie pflegen vorab ihre privaten, familiären Beziehungen. Mit dem Instrument des Werkstattgesprächs sollen neue Frauennetzwerke entstehen, wie Projektleiterin Kathrin Peter am Montag vor den Medien in Bern sagte.

Werkstatt-Gespräche sind moderierte dreistündige Treffs, an den Frauen sich fachlich und persönlich austauschen. Ins Leben gerufen wurden die Gespräche 1997 von Frauen aus dem Umweltbereich, unter anderem der Berner Nationalrätin Franziska Teuscher (Grünes Bündnis). Nach der fünfjährigen Erprobungsphase ziehen die Frauen positive Bilanz.

Privat und beruflich profitieren

"Werkstatt-Gespräche tun gut", sagte Kathrin Peter. Dies zeigten die erfolgreichen Umsetzungen bei SBB, Post oder privaten Gruppen wie den vernetzen "Baufrauen Basel". Sowohl bei der Bahn als auch bei der Post werden die Gespräche wegen der positiven Erfahrungen institutionalisiert.

Bei den SBB ging aus den ersten beiden Werkstatt-Gesprächen das FrauenNetzSBB hervor, wie SBB-Gleichstellungs-Beauftrage Rosa Olga erklärte.

Bei der Post sind bereits weitere Werkstattgespräche geplant, etwa zu den Themen "Teilzeitarbeitende Männer" oder "Sprachen im Alltag, Multikulturen". Letzteres solle dazu dienen, vermehrt Kaderkräfte aus der Westschweiz oder dem Tessin für Bern zu gewinnen, erklärte Monika Bigler-Wälti, Delegierte für Chancengleichheit der Post.

Begeistert von den Werkstatt-Gesprächen zeigte sich auch Luzia Borer von den Baufrauen Basel. Dank der vier durchgeführten Gespräche hätten sich Baufrauen aus Zürich, Bern und Basel besser vernetzen können. Es seien wichtige Bande geknüpft worden, sowohl aus unternehmerischer als auch aus privater Sicht.

Leitfaden erarbeitet

Getragen wird das Projekt von drei nationalen Frauen-Netzwerken: dem Verein Fachfrauen Umwelt (FFU), den Planungs- Architektur-Frauen (P,A,F) und der Schweizerischen Vereinigung für Ingenieurinnen (svin). Seit 2000 gehört auch die Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI) dazu.

Die Projektverantwortlichen haben ihre Erfahrungen im Leitfaden "Sich kennen lernen, vernetzen, weiterkommen" kondensiert. Das Heft zeigt auf, wie solche Gespräche geführt werden können und richtet sich an Unternehmen, Vereine oder Non-Profit-Organisationen.

Finanziell unterstützt wurde das Projekt unter anderem vom Büro für Gleichstellung von Mann und Frau, welches aufgrund des Gleichstellungs-Gesetzes Mittel zur Verfügung stellte.

swissinfo und Agenturen


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