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BAD HOMBURG (awp international) - Der Bad Homburger Medizinkonzern Fresenius eilt von Rekord zu Rekord: Der Dax -Konzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr dank guter Geschäfte in den USA fast ein Drittel mehr verdient als im Vorjahr und eine Dividendenerhöhung von 15 Prozent angekündigt. Fresenius sehe auch in Zukunft erhebliche Wachstumspotenziale und habe sich zum Ziel gesetzt, 2014 ein Konzernergebnis von mehr als einer Milliarde Euro zu erreichen, sagte Vorstandschef Ulf M. Schneider am Mittwoch bei Vorlage der Zahlen. 2010 stieg der um Sondereffekte bereinigte Überschuss um 28 Prozent auf 660 Millionen Euro.
Fresenius habe 2010 erneut "Bestwerte beim Umsatz und Ertrag erreicht", so Schneider. Die Aktionäre sollen daher die 18. Dividendenerhöhung in Folge erhalten. Je Stammaktie sollen 0,86 Euro an die Eigner ausgeschüttet werden, teilte der Arbeitgeber von rund 138.000 Mitarbeitern weiter mit. Zu Handelsbeginn notierten Fresenius-Aktien leicht im Plus. Die Zahlen enthielten traditionell keine Überraschungen und lägen ziemlich deutlich im Rahmen dessen, was der Markt für das Unternehmen vorhergesagt hatte, kommentierten Händler die Bilanz.
POSITIVER AUSBLICK FÜR 2011
2011 soll sich die positive Geschäftsentwicklung fortsetzen: Fresenius erwartet einen währungsbereinigten Anstieg des Konzernumsatzes von mehr als sieben Prozent. Das um Sondereinflüsse im Zusammenhang mit der Milliardenübernahme des US-Generikaherstellers APP Pharmaceuticals bereinigte Konzernergebnis soll ebenfalls währungsbereinigt um acht bis zwölf Prozent zulegen. Dies ist allerdings deutlich weniger als die 23 Prozent, die Fresenius für 2010 währungsbereinigt ausweist. "Wir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr unsere Prognose wegen der besser als ursprünglich erwarteten Entwicklung bei unserer Sparte Kabi zweimal angehoben", sagte ein Unternehmensprecher zur Begründung. Vor diesem Hintergrund sei ein Plus von bis zu zwölf Prozent am Jahresanfang durchaus ambitioniert.
Frühere Bedenken im Markt, der 2008 getätigte Zukauf von APP könnte sich nicht plangemäss entwickeln, wurden ausgeräumt. APP habe sich wie ursprünglich geplant, bereits 2010 deutlich positiv auf das Ergebnis je Aktie von Fresenius ausgewirkt. 2009 hatte der Generikaspezialist wegen Verzögerungen bei Produktzulassungen und des Eintritts des US-Wettbewerbers Hospira in den Markt für den Gerinnungshemmer Heparin seine Ziele nicht erreicht. 2010 legte der APP-Umsatz um rund 30 Prozent auf 1,143 Milliarden Dollar zu. Die Ebit-Marge kletterte auf gut 34 Prozent. 2011 soll die Infusions- und Generikasparte Kabi, zu der APP gehört, organisch um rund fünf Prozent wachsen. Mittelfristig peilen die Hessen für die zweitgrösste Sparte nach Fresenius Medical Care (FMC) ein Umsatzwachstum von sieben bis zehn Prozent an.
MEHR DIVIDENDE FÜR FMC-AKTIONÄRE
Neben Kabi verbuchte 2010 der weltweit grösste Dialysespezialist Fresenius Medical Care , der einen Grossteil seines Umsatzes in den USA generiert, ebenfalls ein deutliches Gewinnwachstum. Unter dem Strich stieg der Überschuss um zehn Prozent auf 979 Millionen US-Dollar. Der Umsatz kletterte um sieben Prozent auf 12,053 Milliarden Dollar. FMC-Aktionäre sollen pro Stammaktie 0,65 Euro erhalten - dies ist ein Plus von sieben Prozent. 2011 peilt der in US-Dollar bilanzierende Dax-Konzern einen Umsatz zwischen 12,8 und 13,0 Milliarden Dollar an. Das Konzernergebnis soll zwischen 1,035 und 1,055 Milliarden Dollar liegen.
Auf Konzernebene wies Fresenius 2010 einen Anstieg des operativen Ergebnis (EBIT) um 18 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro aus und übertraf damit die Erwartungen der von dpa-AFX befragten Analysten leicht. Angetrieben von der Entwicklung beim Dialysespezialisten Fresenius Medical Care und Kabi verbesserte sich der Umsatz um 13 Prozent auf 16,0 Milliarden Euro./ep/dct/wiz

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