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Fresenius peilt nach starkem organischen Wachstum 2009 mehr Gewinn an (AF)

Dieser Inhalt wurde am 03. November 2009 - 11:20 publiziert

BAD HOMBURG (awp international) - Der Medizinkonzern Fresenius hat nach einem starken organischen Umsatzwachstum in den ersten neun Monaten seine Gewinn- und Umsatzprognose für 2009 bekräftigt. Fresenius erwartet auf Konzernebene weiterhin einen währungsbereinigten Anstieg des Konzernumsatzes um mehr als 10 Prozent. Ohne Zukäufe will die im deutschen Leitindex Dax notierte Fresenius SE zwischen 6 bis 8 Prozent wachsen, beim bereinigten Konzernergebnis wird ein Plus von rund 10 Prozent in Aussicht gestellt.
Während Fresenius den Konzernausblick bekräftigte, wurde die Ergebnisprognose für die Krankenhaussparte Helios angehoben. Auch für die ebenfalls im Dax notierte Tochter - den Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC) - habe sich der Ausblick verbessert. Für die 2008 durch die Übernahme von APP in den USA gestärkte Infusionssparte Kabi bestätigte Konzernchef Ulf Schneider dagegen die bisherigen Erwartungen. Dies wertete Analyst Volker Braun von der Commerzbank als Beleg dafür, dass das laufende vierte Quartal bei Kabi möglicherweise herausfordernd werden könnte. Braun beliess die Aktie auf "Add".
In den ersten neun Monaten hatte Fresenius von Währungseffekten und der Übernahme des US-amerikanischen Generikaanbieters APP Pharmaceuticals profitiert und den bereinigten Gewinn auf 368 Millionen Euro gesteigert. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres standen noch 324 Millionen Euro in den Büchern, wie der Medizinkonzern am Dienstag am Firmensitz in Bad Homburg mitteilte. In den ersten Handelsminuten stiegen Fresenius-Aktien um 0,41 Prozent auf 39,49 Euro.
UMSATZ BEI KABI STEIGT
In den ersten neun Monaten verbuchte Kabi ein Umsatzwachstum von 31 Prozent auf 2,274 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 52 Prozent auf 441 Millionen Euro. Die zugekaufte APP erzielte von Januar bis September einen Umsatzanstieg von 16 Prozent. Die EBIT-Marge habe sich bei APP auf 31,3 Prozent verbessert. APP hatte sich im ersten Halbjahr mit einem Umsatzplus von 18 Prozent nicht so stark entwickelt, wie Fresenius erwartet hatte. Das Geschäft des US-Generikaanbieters litt zuletzt unter Preisdruck und einer Verzögerung in den Produktzulassungen durch die US-Gesundheitsbehörde FDA. Wie Fresenius nun mitteilte, sei die Zahl der Produktzulassungen aktuell auf 7 gestiegen, nachdem im ersten Halbjahr 2009 nur eine Zulassung erteilt worden war.
2009 erwartet Schneider bei Kabi einen währungsbereinigten Umsatzanstieg um 25 bis 30 Prozent. Die Ebit-Marge soll weiterhin 19,5 bis 20,5 Prozent betragen. Durch die APP-Übernahme waren die Schulden von Fresenius deutlich gestiegen. Ende September wies der Konzern Finanzverbindlichkeiten von 8,476 Milliarden Euro aus. Ende Dezember 2008 standen noch 8,787 Milliarden Euro zu Buche.
Fresenius SE gehört mit seiner Krankenhaussparte Helios neben der im MDax-notierten Rhön-Klinikum AG und Asklepios zu den drei grossen Krankenhausbetreibern in Deutschland. Mit Kabi ist Fresenius ein Spezialist für Infusionstherapien für schwer und chronisch Kranke (Kabi). Zudem hält Fresenius SE 36 Prozent an dem Dialysespezialisten Fresenius Medical Care. Fresenius beschäftigt weltweit fast 130.000 Mitarbeitern und erwirtschaftet auch durch die in Dollar bilanzierende Fresenius Medical Care, die einen Anteil von fast 60 Prozent am Konzernumsatz hat, fast die Hälfte der Erlöse in den USA.
STARKES ORGANISCHES WACHSTUM
In den ersten neun Monaten konnte Fresenius SE das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um währungsbereinigt 19 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro steigern und traf damit die Erwartungen der von dpa-AFX befragten Analysten. Das organische Umsatzwachstum habe in den ersten neun Monaten acht Prozent erreicht. Auch inklusive Zukäufe konnte Fresenius beim Umsatz weiter zulegen: Mit 10,4 Milliarden Euro standen währungsbereinigt 15 Prozent mehr als im Vorjahr in der Bilanz. Konzernchef Ulf Schneider sieht sein Unternehmen auf gutem Wege, die Ziele für 2009 zu erreichen. Danach soll der Umsatz währungsbereinigt um mehr als 10 Prozent und der bereinigte Überschuss um rund 10 Prozent zulegen.
ep/gr/wiz

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