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Fresenius will organisch weiter stark wachsen - Zukäufe geplant

Dieser Inhalt wurde am 16. November 2009 - 14:20 publiziert

BAD HOMBURG (awp international) - Der Medizinkonzern Fresenius will organisch weiterhin stark wachsen und mit seiner Krankenhaussparte Helios verstärkt bei Übernahmen mitmischen: Nach den Zukäufen im Infusionsgeschäft Kabi stünden bei möglichen weitere Akquisitionen kleinere bis mittelgrosse Übernahmen zur Stärkung der restlichen Sparten an: "Wenn wir derzeit von Übernahmen reden, dann stehen Zukäufe bei Fresenius Medical Care, bei Helios oder auch bei Vamed im Vordergrund", sagte Ulf Schneider, Vorstandsvorsitzender des Dax-Konzerns Fresenius SE, der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Montag.
Bei Kabi habe die Integration der jüngsten Übernahmen oberste Priorität. Wenn sich jedoch eine passende Gelegenheit bei Kabi böte, würde diese auch ergriffen. Unter kleinen Übernahmen werden Zukäufe von 10 bis 20 Millionen - unter mittelgrossen von 100 bis 200 Millionen Euro verstanden. Die möglichen Akquisitionen liessen sich aus der üblichen Verschuldungskapazität oder aus dem laufenden Mittelzufluss finanzieren: "Ich sehe zur Zeit keine Transaktion in einer Grössenordnung auf uns zukommen, die eine zusätzliche Kapitalmassnahme nötig machen würde."
Die geplante Gesundheitsreform in den Vereinigten Staaten hat auf den Bad Homburger Medizinkonzern nach derzeitigem Stand keine grossen Auswirkungen: "Nach dem was bisher bekannt ist, würde ich die Gesundheitsreform in den USA für Fresenius als neutral bis positiv einschätzen", sagte Unternehmenschef Ulf Schneider am Montag im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.
"Bisher liegt in Bezug auf die geplante Reform lediglich die Zustimmung des Repräsentantenhauses vor. Das grüne Licht des Senats steht noch aus. Neutral bis leicht positiv meine ich deshalb, weil durch die geplante Gesundheitsreform auch mehr von den bisher nicht versicherten Amerikanern über einen Versicherungsschutz verfügen sollen."
Für die Dialysesparte Fresenius Medical Care (FMC) sei die Auswirkung der geplanten Reform sogar eher neutral zu werten, da die künftige Erstattung von Dialyseleistungen bereits im Sommer 2008 beschlossen worden sei, sagte Schneider.
Die geplante Gesundheitsreform von US-Präsident Barack Obama hatte Anfang November eine wichtige Hürde genommen. Gegen den Widerstand der oppositionellen Republikaner stimmte das Repräsentantenhaus in Washington mehrheitlich für das Vorhaben, das Millionen Amerikanern eine Krankenversicherung ermöglichen soll. Präsident Obama begrüsste das Votum als "historisch". Er sei zuversichtlich, dass auch der Senat für das Projekt stimmen und die Reform bis Ende des Jahres unterschriftsreif sein werde. Die Zahl der Amerikaner ohne Krankenversicherung liegt unterschiedlichen Angaben des Weissen Hauses zufolge zwischen 30 und 46 Millionen./ep/zb

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