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Freundschaftliche Gespräche zwischen Ogi und Schröder

Bundeskanzler Schröder beeindruckte Bundespräsident Ogi mit seinen fussballerischen Fertigkeiten. Keystone

Bundespräsident Adolf Ogi und Bundeskanzler Gerhard Schröder haben sich in Zürich über verschiedene Themen beiderseitigen Interesses unterhalten. Schröder weilte im Zusammenhang mit der deutschen Kandidatur für die Fussball-WM 2006 in Zürich.

Dieser Inhalt wurde am 05. Juli 2000 - 09:23 publiziert

An einer gemeinsamen kurzen Pressekonferenz sagte Ogi am Mittwoch (05.07.), Schröder und er hätten nicht verhandelt, sondern "einen Rundgang durch alle Beziehungsfelder unternommen, die Deutschland und die Schweiz interessierten".

In freundschaftlicher Atmosphäre fand laut Ogi ein gutes Gespräch statt, bei dem unter anderem über das Fluglärmproblem, die gegenseitigen Beziehungen, aber auch über die EU, Kosovo und die Nato gesprochen worden sei. Schröder betonte, Deutschland und die Schweiz hätten bilateral keinerlei Probleme.

Die Schweiz sei auch emotional "ein naher Nachbar". Vor den Medien hob Schröder drei Punkte hervor; erstens die Notwendigkeit der schnellen Ratifizeriung der bilateralen Verträge der Schweiz und der EU durch die verscheidenen Parlamente, zweitens die Besteuerung von Zinseinkünften und drittens die Fluglärmproblematik.

Schröder versprach, sich für die schnelle Ratifizierung der Bilateralen Verträge einzusetzen und zeigte Verständnis für die besonderen Probleme der Schweiz mit der Zinsbesteuerung.

Zum Fluglärm im Umfeld des Flughafens Zürich-Kloten sagte Schröder, die von Deutschland einseitig gekündigte Verwaltungsvereinbarung über die Benützung des deutschen Luftraums für den Anflug auf Zürich-Kloten müsse erneuert werden.

Er begrüsste es, dass die Verkehrsminister Deutschlands und der Schweiz nichts auf die lange Bank schöben, sondern eine Vereinbarung aushandelten. Er sei bereit den deutschen Verkehrsminister darauf aufmerksam zu machen, dass ein Kompromiss nötig sei, sagte Schröder.

Allerdings müssten solche Kompromisse "den Süden und den Norden einbeziehen". Am Gespräch zwischen Ogi und Schröder nahmen auch der Schweizer Aussenminister Joseph Deiss und der deutsche Innenminister Otto Schily teil.

Bevor er zu einer Pressekonferenz des Deutschen Fussball-Bundes (BFD) eilte, sagte Schröder - auf die Chancen Deutschlands angesprochen, heute Donnerstag die Fussball-WM 2006 zugesprochen zu erhalten - er hoffe auf eine angemessene und faire Entscheidung des Weltfussballbundes FIFA. Bei der Präsentation habe Deutschland klar gemacht "dass wir sehr gute Gastgeber sein werden".

swissinfo und Agenturen

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