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Friedens-Kundgebung in Bern

Demonstration am Samstag in Bern gegen die Besetzung des Iraks und der palästinensischen Gebiete.

(swissinfo.ch)

Mehr als 3000 Personen haben zum Jahrestag des Kriegsbeginns in Irak am Samstag in Bern gegen die andauernde Besetzung des Landes demonstriert.

Weltweit waren es Hunderttausende, die auf die Strassen gingen. Die grösste Kundgebung fand in Rom statt.

Ein Jahr nach Beginn des Irakkriegs sind am Samstag weltweit Hunderttausende von Menschen für den Frieden auf die Strasse gegangen. In Bern nahmen laut Angaben der Stadtpolizei Bern 3000 Personen an der Kundgebung teil. Gemäss den Organisatoren des "Antikriegsbündnis Schweiz" waren es 5000 bis 6000.

Die Kundgebungsteilnehmer zogen am Nachmittag auf einer bewilligten Route durch die Berner Innenstadt. Die USA und ihre Verbündeten wurden zu einem bedingungslosen Rückzug ihrer Truppen aufgefordert.

Im Rahmen einer unbewilligten Kundgebung gegen Rechtsextremismus zogen dann am Abend rund 2500 Personen, darunter mehrere gewaltbereite Mitglieder des Schwarzen Blocks, durch die Berner Innenstadt. Es kam zu Sachbeschädigungen. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort. Es kam auch zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei.

Einbezug der Palästinenser

An der bewilligten Antikriegs-Demonstration waren auf Transparenten Slogans zu lesen wie "Stop Imperialism - No War" oder "Bush, Blair, Aznar - Die Achse der Lüge". Die Demonstrierenden skandierten Parolen wie "Bush/Sharon – Assassin" oder "Peace now - Freedom now".

Ein Jahr nach dem Einmarsch sei der Irak ein verwüstetes Land, sagte Mitorganisator Paolo Gilardi von der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GsoA) an der anschliessenden Platzkundgebung. Massenvernichtungswaffen seien noch immer nicht gefunden worden, und die versprochenen freien Wahlen würden immer weiter hinausgezögert.

Die Besatzungstruppen profitierten von den Erfahrungen der israelischen Armee in Palästina. Israel wiederum habe seit dem Einmarsch der USA und deren Verbündeten im Irak seine Repression gegen die Palästinenser verstärkt.

"Antikriegsbündnis Schweiz"

Zur Nachmittags-Demonstration aufgerufen hatte das "Antikriegsbündnis Schweiz". Ihm gehören neben zahlreichen linken Parteien und Organisationen die Grünen Schweiz, die "Föderation der irakischen Flüchtlinge" sowie verschiedene Palästinenser-Organisationen an.

Laut Schweizer Radio DRS blieb dem Bündnis gegenüber dem Vorjahr die Hälfte der Organisationen fern, unter anderem die Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP) und die JUSO. Es habe an Klarheit gefehlt, für oder gegen was man demonstrieren solle.

Die Demonstration verlief friedlich. Vor einem Jahr hatten an der nationalen Kundgebung gegen den Irak-Krieg in Bern zwischen 30'000 und 50'000 Personen teilgenommen.

100'000 Menschen in Rom

In Rom beteiligten sich an einer der grössten europäischen Kundgebungen mehr als 100'000 Menschen. In Berlin und in anderen deutschen Städten protestierten ebenfalls Tausende von Kriegsgegnern.

In London demonstrierten nach Polizeiangaben 25'000 Menschen. Die Veranstalter sagten, es seien mehr gewesen. Die Demonstranten zogen vom Hyde Park zum Trafalgar Square. Die Regierung von Tony Blair gehört zu den engsten Verbündeten der USA in deren "Krieg gegen den Terror".

In Spanien, wo die konservative Regierung vor einer Woche auch wegen ihrer Irak-Politik abgewählt wurde, versammelten sich in Madrid und Barcelona insgesamt rund 300'000 Menschen zu Anti-Kriegs-Kundgebungen.

In den USA waren insgesamt mehr als 250 Proteste geplant, darunter in New York. Bereits am Freitag waren in San Francisco mehrere hundert Demonstranten durch die Strassen gezogen.

swissinfo und Agenturen

Fakten

An der Friedenskundgebung in Bern demonstrierten am Samstag nachmittag 3000 bis 6000 Personen. Vor einem Jahr waren es über 30'000 gewesen.

Zur Demonstration aufgerufen hatte das "Antikriegsbündnis Schweiz".

Weltweit mobilisierte der erste Jahrestag des Kriegsbeginns im Irak einige Hunderttausend.

Mit rund 100'000 Demonstrierenden fand in Rom die grösste Kundgebung statt.

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