Frühreifer Spitzenjahrgang

Infolge der Hitze und Trockenheit sind die Trauben früher reif als üblich. Keystone

Die Weinlese beginnt dieses Jahr wegen der extremen Trockenheit mehrere Wochen früher als üblich. Dank der intensiven Sonnenbestrahlung wird eine Spitzenqualität erwartet.

Dieser Inhalt wurde am 17. August 2003 - 13:14 publiziert

Regen ist bei den Winzern dennoch willkommen.

In einigen Weingegenden des Wallis und des Waadtlandes hat die Reife der Trauben bereits im Juli eingesetzt - ein Prozess, der normalerweise im August beginnt. Deshalb wird früher als sonst geerntet: Im Wallis und im Kanton Zürich werden gewisse Rebsorten bis Ende August gelesen.

Vorsprung im ganzen Land

In Genf beginnt die Weinlese Anfang September. Dies ist drei bis vier Wochen früher als sonst, wie der Genfer Önologe Alain Emery erklärt.

Für einige Sorten wie den Pinot Noir oder den Chardonnay könnte dies noch früher der Fall sein. Laut Emery hat ein Winzer in Peissy bei Genf mit der Weinlese bereits begonnen.

Auch im Kanton Waadt haben die Weintrauben zwei bis drei Wochen Vorsprung auf den Kalender, wie der Önologe Denis Jotterand sagt. Am Dienstag würden in mehreren Gegenden Proben entnommen, um so die exakten Daten für den Lesebeginn festzulegen. Dieser dürfte auf die Tage um den 5. September fallen.

Im Kanton Neuenburg wird dieses Jahr mit einem Lesebeginn um den 15. September gerechnet. Auch das ist rund drei Wochen früher als üblich. Auch in Zürich ist dies der Fall, wo einige Sorten ab dem 10. September geerntet werden.

Auch in der Bündner Herrschaft rechnet man mit einer um drei Wochen früheren Ernte, die ersten Trauben (Riesling x Sylvaner) könnten voraussichtlich Mitte September geerntet werden, schätzt der kantonale Rebbau-Kommissär. Die Ernte der Blauburgunder dürfte Ende September, Anfang Oktober beginnen.

In der Gegend um Biel sollen die Trauben ab dem 20. September gelesen werden.

Je nach Traubensorte dauert die Weinlese in Zürich und Graubünden bis Ende Oktober.

Für junge Reben zu trocken

Von der Trockenheit in einem negativen Sinn betroffen waren laut Jotterand vor allem die sehr jungen Weinreben. Ältere Reben ertrügen die Trockenheit dank tieferer Wurzeln besser. Dennoch kann das extreme Klima auch hier zu kleineren Trauben und niedrigeren Erträgen führen. Regen wäre deshalb bei den Weinbauern willkommen.

Was die Qualität der Trauben betrifft, hatte das andauernd heisse und trockene Klima hingegen überaus positive Folgen. "Wir nähern uns einem ausserordentlichen Jahrgang", sagt Jotterand. Die Weinlese 2003 werde in die Geschichtsbücher eingehen.

swissinfo und Agenturen

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