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Fünf Freisinnige wollen in die Regierung

Hans-Rudolf Merz, Franz Steinegger, Christine Beerli, Fulvio Pelli und Christine Egerszegi kandidieren.

(Keystone)

Zwei Frauen und drei Männer wollen die Nachfolge des abtretenden Bundesrates Kaspar Villiger antreten. Damit ist das Kandidatenkarussell der Freisinnigdemokratischen Partei wohl komplett.

Die Ersatzwahlen in die Schweizer Regierung sind am 10. Dezember.

Fünf Kandidierende stehen zur Verfügung, einer oder eine wird den Sprung in die Schweizer Regierung wohl schaffen. Die Frist für das Auswahlverfahren läuft am Freitag ab, gewählt wird am 10. Dezember von der Vereinigten Bundesversammlung.

Der freisinnige Bundesrat und Finanzminister Kaspar Villiger verlässt die Schweizer Regierung nach 14 Jahren. Die Frauen und Männer, die sich um seinen Bundesratssitz bewerben, repräsentieren das ganze Spektrum der Freisinnig demokratischen Partei (FDP) der Schweiz.

Hans-Rudolf Merz, der Konservative

Der Appenzeller Hans-Rudolf Merz (61) hat als letzter seine Kandidatur bekannt gegeben. Der Ausserrhoder Ständerat steht der Finanzkommission vor und belegt Sitze in den Kommissionen für Aussen- und Sicherheitspolitik.

Merz ist ein Mann der Wirtschaft, der in finanz- und fiskalpolitischen Fragen eine harte Linie fährt und immer wieder darauf drängt, finanzpolitische Konsequenzen zu bedenken.

Franz Steinegger, der Erprobte

Seit dem grossen Unwetter 1987 hat der Urner Franz Steinegger (60) den Übernamen "Katastrophen Franz". In dieser Funktion wurde er auch an die Spitze der Landesausstellung Expo02 gerufen, um deren Finanzen wieder ins Lot zu bringen.

Der diesen Herbst aus dem Nationalrat zurückgetretene Steinegger ist eine der Leaderfiguren in der FDP. Als Parteipräsident stand er während 10 Jahren an deren Spitze und prägte die Schweizer Politik während 23 Jahren. Steinegger versuchte sich bereits 1989 einmal als Bundesratkandidat. Damals wurde er aber nicht aufgestellt, weil er im Konkubinat mit seiner späteren Frau lebte.

Christine Egerszegi, die Soziale

Die Aargauer Nationalrätin Christine Egerszegi (55) gilt als engagierte und soziale Politikerin mit viel Erfahrung. Sie hat sich in den vergangenen Jahren in der Sozial-, Bildungs- und Gesundheitspolitik einen Namen geschaffen. Besonders aktiv war sie im letzten Jahr rund um die Diskussionen der Pensionskassen.

Egerszegi, langjährige Sprachlehrerin für Französisch, weiss sich auf kommunalem, kantonalem und eidgenössischem Parkett zu bewegen. Zusammen mit Christine Beerli wurde sie am 24. Oktober in Bern von den FDP Frauen nominiert.

Christine Beerli, die Schnellste

Die Schnellste im Bewerbungsrennen um die Villiger-Nachfolge war die Berner Ständerätin Christine Beerli (50). Seit 1991 sitzt Beerli im Stöckli (Ständerat), und in dieser Zeit wurde sie bereits verschiedentlich als Bundesratskandidatin der FDP ins Spiel gebracht.

Die Anwältin und Direktorin der Hochschule für Technik und Architektur, Biel hat den Ruf einer lösungsorientierten Politikerin und gilt als solide Schafferin.

Fulvio Pelli, der Lateiner

Fulvio Pelli (52) ist der Lateiner in der Gruppe der Bundesrats-Anwärter. Bei einer allfälligen Wahl wäre seit dem Rücktritt von Flavio Cotti im März 1999 ieder ein Tessiner in der Landesregierung vertreten.

Der Luganese Pelli ist Fraktionspräsident der FDP und hat bei den diesjährigen Parlamentswahlen ein Glanzresultat erreicht.

Als aussichtsreichster Kandidat für den abtretenden Kaspar Villiger gilt der Urner Franz Steinegger. Zumindest wenn man den Schweizer Medien Glauben schenken will.

swissinfo, Brigitta Javurek

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