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Funkstille im Tower

Annulliert oder nicht? Passagiere orientieren sich in Basel-Mülhausen über ihre Flüge.

(Keystone)

Der Streik der Fluglotsen in mehreren europäischen Ländern wirkt sich auch auf die Schweiz aus. Am stärksten betroffen ist der EuroAirport Basel-Mülhausen.

In Frankreich streiken die Fluglotsen den ganzen Tag. Deren Kollegen in Italien, Portugal und Griechenland kündigten an, ebenfalls in Streik treten zu wollen.

Kaum Flugverkehr mit Frankreich

Als Folge der Vorgänge in Frankreich schrumpfte auf dem EuroAirport Basel-Mühlhausen das Tagesvolumen von rund 260 Flugbewegungen um rund einen Fünftel, wie Pressesprecher Andreas Hatt sagte.

Betroffen waren ausschliesslich Verbindungen nach Frankreich. Air France und Air Lib annullierten bis auf wenige Ausnahmen sämtliche Flüge.

Auch die Schweizer Fluggesellschaft swiss musste auf die Verbindungen nach Frankreich grösstenteils verzichten. Der Verkehr nach Deutschland und Grossbritannien wurde am Morgen vom Streik nicht direkt beeinträchtigt. Allerdings kam es zu leichten Verspätungen.

Zur Aufrechterhaltung der Schweizer Flugrechte habe die für den EuroAirport zuständige französische Flugsicherung einen Minimaldienst aufrechterhalten.

Annulierungen und Verspätungen in Zürich

Auch in Zürich wurden 19 Flüge nach Frankreich gestrichen. Bereits am Vormittag kam es auch auf den übrigen Flügen zu Verspätungen von bis zu einer Stunde. Die meisten Fluggesellschaften hätten die Flüge nach Frankreich annulliert, sagte Flughafen-Sprecher Andreas Siegenthaler.

In Genf-Cointrin strichen swiss und Easyjet sämtliche Flüge nach Frankreich. Easyjet stellte auf den Abend Verbindungen nach Paris-Orly und Nizza in Aussicht.

Mehr Effizienz - weniger Sicherheit?

Der Streik der Fluglotsen ist eine Reaktion auf Pläne der EU, die Flugsicherung zu reformieren. Die EU-Kommission will zwecks Effizienzsteigerung die bisher national kontrollierten Lufträume zu einem gemeinsamen europäischen Luftraum zusammenführen.

Die Fluglotsen befürchten einen Abbau von Arbeitsplätzen und machen geltend, der geplante Umbau führe zu weniger Sicherheit im Flugbetrieb.

Die Vereinigung der europäischen Fluglotsen-Gewerkschaften ATC EUC fordert, dass die Flugkontrolle als öffentlicher Dienst aufgebaut wird und der Staat die Kontrolle über die Gesellschaften ausübt.

Die Schweizer Skyguide, die im Auftrag des Bundes den Flugverkehr im zivilen und militärischen Schweizer Luftraum leitet und überwacht, hat sich dem Streik nicht angeschlossen.

swissinfo und Agenturen


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