Fusion von Alcan und Algroup kommt zustande

Grossaktionär und Algroup-Verwaltungsratspräsident Martin Ebner hat es geschafft: "Alcan-algroup" kommt. Keystone / Walter Bieri

Die Fusion der beiden Aluminiumkonzerne Alcan und Algroup zu Alcan-algroup kommt zustande. Bis zum Ablauf der regulären Frist am Montag (25.09.) sind 5'478'467 Algroup-Aktien zum Umtausch angedient worden. Das sind genau 80,68 Prozent aller Titel.

Dieser Inhalt wurde am 26. September 2000 - 18:11 publiziert

Damit die Fusion von Algroup und Alcan zustande kommt, mussten 67 Prozent der ausstehenden Algroup-Namenaktien zum Umtausch angemeldet werden. Diese Bedingung ist erfüllt worden, wie die UBS Warburg als Lead-Managerin am Dienstag mitteilte.

Grünes Licht der Grossaktionäre

Grossaktionär und Algroup-Verwaltungsratspräsident Martin Ebner hatte bereits früh zugesichert, dass seine BZ-Bank die Algroup-Anteile von über 27 Prozent tauschen werde. Konzernchef der Ems-Chemie und SVP-Nationalrat Christoph Blocher hatte sich mit seinem Anteil von 4,9 Prozent angeschlossen.

Auf Basis der Angebotsofferte wird die Frist um weitere zehn Handelstage an der Schweizer Börse zu den gleichen Bedingungen verlängert. Die Frist läuft vom 28. September bis 11. Oktober 2000, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Die Algroup-Aktien sollen per 17. Oktober in Alcan-Titel getauscht werden. Für jede Algroup-Aktie werden 17,1 Alcan-Titel geboten. Ausserdem kommen Algroup-Aktionäre in den Genuss einer Sonderausschüttung von 225 Franken.

Neuer Aluminium-Gigant

Mit der Fusion von Algroup und Alcan entsteht ein neuer Aluminiumgigant mit rund 53 000 Beschäftigten und einem Umatz von 12,4 Mrd. Dollar. Der grösste Aluminiumkonzern mit einem Umsatz von 21 Mrd. Dollar bleibt weiterhin der US-Konzern Alcoa.

Am fusionierten kanadisch-schweizerischen Aluminiumkonzern werden die Algroup-Aktionäre 34 Prozent und die Alcan-Aktionäre 66 Prozent halten.

swissinfo und Agenturen

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