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Fussball-Blamage auf Zypern

Die Schweizer lieferten auf Zypern ein katastrophal schlechtes Spiel.

(Keystone)

Was Selbstvertrauen für kommende Aufgaben in der WM- Qualifikation hätte einflössen sollen, geriet zur ganz bösen Schlappe: Die Schweiz verlor das Testspiel in Larnaca gegen Polen sang- und klanglos mit 0:4 (0:2).

Was die Schweizer Nationalmannschaft auf Zypern ablieferte, kann als die schlechteste Leistung seit Jahren bezeichnet werden. Die Schweizer spielten im sechsten Spiel unter Trossero katastrophal. Die Frage stellt sich, wie diese SFV-Auswahl in der WM-Ausscheidung überhaupt noch einen Blumentopf gewinnen will. Wird nicht in Kürze ein Mannschaftsgefüge erkennbar, ist für die WM-Qualifikation mit den kommenden Spielen gegen Jugoslawien und Luxemburg Schlimmes zu befürchten. Nach dieser Partie müssen auch Fragen nach der Fertigkeit der Spieler, ihrer Motivation und vielleicht auch des Trainers gestellt werden. Trosseros Mannschaft hinterliess generell einen trostlosen und desolaten Eindruck.

Gegen die Polen fehlte es an allen Ecken und Enden. Die Schweizer waren defensiv schwach und einmal in Ballbesitz, war viel zu wenig Bewegung im Spiel. Wer am Ball war, fand kaum eine Anspielstation vor sich. Nicht einen einzigen gefährlichen Angriff brachten die Schweizer zu Stande, was eigentlich alles über ihre blamable Vorstellung aussagt. Ein Schüsschen des Länderspiel- Neulings Contini geriet zur Rückgabe, Hakan Yakins Versuch in der 90. Minute fiel auch nicht viel besser aus. Wer gehofft hatte, dass die Schweizer sich in der zweiten Halbzeit wenigstens bemühen würden, den Anschlusstreffer zu suchen, sah sich getäuscht.

Auf eine individuelle Kritik wollte sich Trossero nicht einlassen. «Darüber möchte ich vorerst nicht reden. Wir diskutieren dies erst intern», meinte der Argentinier. Was seine Spieler über 90 Minuten zeigten oder eben nicht zeigten, hinterliess beim Trainer sichtlich eine herbe Enttäuschung.

Eine Einzelkritik drängt sich angesichts des Versagens des ganzen Teams in der Tat nicht auf. Es sei aber doch erwähnt, dass die Innenverteidiger Zwyssig und Henchoz längst kein Bollwerk bildeten. Die beiden begingen viele Fehler, so vor dem 0:2, und Henchoz verursachte ebenso den Penalty. Beim 0:1 unterlief Fournier ein Stellungsfehler, den weder Comisetti, Zwyssig noch Zellweger korrigieren konnten.

Im Mittelfeld lief wie schon so oft unter Trossero nichts zusammen. Celestini und Müller konnten im Zentrum genau so wenig Einfluss aufs Spiel nehmen wie Cantaluppi und der mit einer Bänderverletzung vorzeitig ausgewechselte Comisetti. Es dauerte genau sieben Minuten, bis der Auxerre-Spieler durch Quentin ersetzt wurde -- wahrlich auch keine Glanzleistung der Schweizer Trainerbank. Continis Premiere im Sturm fiel denkbar schlecht aus, doch spielte auch Chapuisat nicht besser als der technisch limitierte St. Galler. Auch die eingewechselten Akteure brachten kein neues Leben ins Schweizer Spiel. Torhüter Pascolo schliesslich traf keine Schuld an den Gegentreffern.

swissinfo und Agenturen

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