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(Meldung umgeschrieben und um weitere Details ergänzt)
Zürich (awp) - Die GAM Holding AG hat im ersten Halbjahr 2010 gegenüber der Vorjahresperiode deutlich mehr verdient und auch die Markterwartungen mehrheitlich übertroffen. Erfreulich präsentierte sich insbesondere der Neugeldzufluss. Das Management zeigt sich zufrieden mit dem Erreichten und hat gleichzeitig ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Die Finanzziele für 2012 wurden bestätigt.
"Wir haben unter sehr schwierigen Marktbedingungen ein solides Finanzergebnis erwirtschaftet und sind bei der Entwicklung eines stärker diversifizierten, nachhaltigen Geschäfts deutlich vorangekommen", kommentiert Verwaltungsratspräsident und CEO, Johannes de Gier die Ergebnisse der Gruppe im ersten Halbjahr 2010.
Der Konzerngewinn stieg dabei im ersten Semester auf vergleichbarer Basis um 36,1% auf 106,3 Mio CHF. Unter Berücksichtigung der Abschreibungen auf den Kundenbeziehungen beträgt der Konzerngewinn für das erste Halbjahr 100,5 Mio CHF nach 218,7 Mio CHF im Vorjahr, teilte der Asset Manager am Dienstag mit.
Das Nettoneugeld summierte sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres auf 5,6 Mrd CHF, nachdem in der Vergleichsperiode noch 1,6 Mrd CHF abgeflossen waren. Belastet wurde die Vermögensbasis hingegen durch negative Währungseinflüsse und die Kursverluste an den wichtigsten Aktienmärkten. Damit verwaltete die Gruppe per Stichtag insgesamt 116,6 Mrd CHF nach 119,1 Mrd CHF per Ende März.
Dem Segment GAM flossen dabei insgesamt 3,6 (-5,0) Mrd CHF an Neugeldern zu und dem Segment Swiss & Global 7,4 (3,7) Mrd CHF. Die Differenz zu den 5,6 Mrd CHF erklärt sich durch eine Doppelzählung von Neugeldern in Fonds, die unter der Marke Julius Bär durch Swiss & Global Asset Management vertrieben werden und für die GAM als Sub-Advisor fungiert.
Besonders hohe Zuflüsse wiesen bei GAM die Strategien im Währungs- und festverzinslichen Bereich sowie die Palette an alternativen UCITS-II-Fonds auf, heisst es in der Mitteilung. Während Privatkunden und Finanzintermediäre weiterhin Kapital aus einigen Funds of Hedge Funds abzogen, tätigten institutionelle Anleger gemäss der Gruppe "signifikante" Investitionen in diesen Bereich. Im Bereich Managed Portfolios verzeichnete GAM allerdings eine rückläufige Kundenbasis. Die beiden negativen Effekte hätten sich aber im ersten Halbjahr 2010 verlangsamt, schreibt der Vermögensverwalter. Per Stichtag verwaltete das Segment 53,1 Mrd CHF an Kundengeldern und der Vorsteuergewinn belief sich auf 82,4 Mio CHF (+20%).
Swiss & Global Asset Management verzeichnete die Zuflüsse vor allem in die Fixed-Income-Reihe und in die in physische Edelmetalle investierten Fonds. Auch das Private Label-Geschäft habe solide Nettoneugeldzuflüsse erzielt, so GAM. Im Gegensatz dazu habe die Nachfrage nach den aktiv verwalteten Aktienprodukten gelitten. Damit beliefen sich die verwalteten Kundengelder per Mitte Jahr auf 78,3 Mrd CHF und es resultierte ein Vorsteuergewinn von 48,1 Mio CHF (+94%).
Der Betriebsertrag summierte sich auf Gruppenebene auf 367,9 Mio CHF (+28,3%) und der Geschäftsaufwand auf 232,2 Mio CHF (+23,0%). Daraus errechnet sich eine Cost/Income-Ratio von 63,1% nach pro forma 65,8% in der Vergleichsperiode. Die Bruttomarge wird mit 62,4 Basispunkten (BP) nach 57,0 BP ausgewiesen.
Auf der Ertragsseite schossen im Vorjahresvergleich vor allem die performanceabhängigen Erträge von 3,5 Mio CHF auf 57,7 Mio CHF in die Höhe. Das verdeutliche den Erfolg im Währungs- und festverzinslichen Bereich, begründet der Asset Manager den starken Anstieg. Im zweiten Halbjahr dürften die performanceabhängigen Erträge aber nicht mehr ganz so hoch ausfallen.
Als Grund für die höheren Kosten führt die Gruppe die um 38% auf 171,9 Mio CHF angestiegenen Personalaufwendungen an. Zu Buche schlugen dabei vor allem die Amortisationskosten für die Mitarbeiteroptionen, die den Mitarbeitern im Zuge der Abspaltung von Julius Bär zugeteilt wurden. Zudem habe der höhere Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft sowie der Anstieg der performanceabhängigen Erträge zu höheren Zahlungen an die Anlagespezialisten geführt.
Den Ausblick für das zweite Halbjahr beurteilt die Gruppe nach wie vor vorsichtig. Die volatilen Aktien- und Devisenmärkte dürften die verwalteten Vermögen und damit auch das Ergebnis der Gruppe beeinflussen, heisst es dazu in der Mitteilung. Gleichzeitig hält GAM weiterhin nach Gelegenheiten für Übernahmen Ausschau.
Mit dem heute angekündigten Aktienrückkauf will die Gruppe maximal 10% der ausstehenden Aktien über die nächsten zwei Jahre zurückkaufen und dann vernichten. Zum gestrigen Kurs von 12,30 CHF je Namenaktie entspräche dies einem Volumen von rund 254 Mio CHF. Das Aktienrückkaufprogramm ergänze die Absicht, etwa 50% des Konzerngewinns in Form von Dividenden an die Aktionäre zurückzuführen, wird de Gier in der Mitteilung zitiert. Das Programm startet am 26. August über eine zweite Handelslinie an der SIX Swiss Exchange.
pf/gab

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