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(umgeschrieben und ergänzt mit weiteren Details)
Kloten (awp) - Gategroup hat trotz Vulkanasche-Wolke und konjunktureller Widrigkeiten den Umsatz und die EBITDA-Marge im ersten Halbjahr 2010 leicht gesteigert. Ausserdem konnte der Cashflow erhöht werden und die Schulden gingen zurück. Für den weiteren Geschäftsverlauf bleibt das Unternehmen "vorsichtig optimistisch" und strebt eine EBITDA-Marge im Bereich von 8% an.
Der Umsatz der mehrheitlich im Airline-Catering tätigen Gruppe stieg in der Berichtsperiode um 2,0% auf 1'317,2 Mio CHF, zu konstanten Währungen waren es mit +3,0% etwas mehr. Wie die Gruppe am Donnerstag mitteilte, lag das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA bei 93,8 (VJ 89,9) Mio CHF, entsprechend einer Marge von 7,1 (7,0)%.
Unter dem Strich verblieb ein Reingewinn von 10,3 (33,2) Mio CHF. Der Rückgang sei insbesondere auf einen nicht realisierten Währungsgewinn zurückzuführen, der sich im laufenden Jahr nicht wiederholt habe, hiess es dazu. Mit den vorgelegten Zahlen wurden die Markt-Schätzungen (AWP-Konsens) auf allen Stufen übertroffen.
LAGE IN EUROPA DÜSTER
Das Wachstum sei vor allem Fluggesellschaften in den USA, in Asien und Lateinamerika zu verdanken. In Europa dagegen sei die Lage düster geblieben, hiess es. Die Kombination aus anhaltenden wirtschaftlichen Problemen, Arbeitsniederlegungen in der Luftfahrtindustrie und dem Vulkanausbruch in Island habe die Leistung europäischer Fluggesellschaften negativ beeinflusst. Allein aufgrund der Aschewolke im April hatte die Gruppe - wie allerdings schon bekannt - betriebliche Auswirkungen von 21 Mio CHF auf den Umsatz und 8 Mio CHF auf den EBITDA zu verzeichnen.
Gategroup gelang es in der Berichtsperiode, neue Kunden zu gewinnen, darunter die Fluggesellschaft Virgin Atlantic. Aber auch die Swiss unterschrieb neue Verträge mit der Gesellschaft in den USA, in Lateinamerika und Asien.
Der Cashflow aus betrieblichen Aktivitäten belief sich auf +21,0 Mio CHF nach -2,4 Mio CHF in der Vorjahresperiode, und die Nettoverbindlichkeiten konnten um 27,8% auf 418,1 Mio CHF gesenkt werden.
VORSICHTIG OPTIMISTISCH FÜR H2
Für den verbleibenden Teil des Jahres 2010 gibt sich der Konzern "vorsichtig optimistisch". Der nordamerikanische Markt stabilisiere sich, und die Regionen Asien-Pazifik und Lateinamerika entwickelten sich positiv. In Europa dagegen dürfte der Turn around "erst später in diesem Jahr" einsetzen.
"Vor dem Hintergrund der guten Ergebnisse des ersten Halbjahres und der bevorstehenden Erholung der Wirtschaft im zweiten Halbjahr in Europa erwarten wir unter den gegebenen Voraussetzungen für das Gesamtjahr eine EBITDA-Marge von nahe bei 8% mit einem weiterhin starken Cashflow", sagte CEO Guy Dubois. Dies entspricht einer leichten Erhöhung der Guidance, ging der Konzern vorher doch von einem Wert von 7,5-8% aus. Dubois sagte zudem, dass für das Gesamtjahr 2010 ein Reingewinn im mittleren 40-Mio-CHF-Bereich möglich sein sollte. Der Umsatz 2010 in Schweizer Franken dürfte in etwa auf dem Vorjahresniveau ausfallen.
Die langfristigen (strategischen) Ziele wurden bestätigt. Demnach will der Konzern mittelfristig (bis 2013) einen Umsatz von rund 4 Mrd CHF erwirtschaften, dies bei einer EBITDA-Marge im Bereich von 9-12%. Im vergangenen Jahr machte die Gruppe einen Umsatz von 2,7 Mrd (EBITDA-Marge 7,5%). Rund 0,6 Mrd des angestrebten Mehrumsatzes soll via organisches Wachstum erzielt werden, die restlichen 0,7 Mrd gemäss Zielsetzung mittels Akquisitionen. Zum diesem Thema sagte CFO Thomas Bucher zu AWP: "Wir studieren den Markt permanent. Aber wir wollen nicht einfach etwas kaufen, damit wir etwas gekauft haben."
Die Gategroup-Aktien legten auf die heutigen News leicht zu. Sie notierten gegen 15 Uhr 1,4% höher auf dem Stand von 36,05 CHF. Die Einschätzung der Zahlen bei den Analysten reichte von "stark" bis "leicht enttäuschend".
uh/cc

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