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GC-Trainer Hodgson zurückgetreten

Grasshoppers-Trainer Roy Hodgson (53) hat am Sonntag (07.05.) nur Stunden nach der unerwarteten 0:2-Heimniederlage seines Teams gegen Luzern seinen sofortigen Rücktritt bekanntgegeben.

Dieser Inhalt wurde am 08. Mai 2000 - 07:37 publiziert

Die Geschäftsleitung des Schweizer Rekordmeisters zeigte sich ob des Entscheids des Engländers völlig überrascht. Bis Ende Saison werde nun eine Interimslösung angestrebt, liess die GC-Führung am Sonntagabend verlauten.

Bei der Pressekonferenz unmittelbar nach der zweiten Finalrunden-Niederlage gegen Luzern hatte noch nichts auf diese überraschende Entwicklung hingewiesen. Hodgson zeigte sich zwar zutiefst enttäuscht über nicht bewiesene Anschuldigungen in einem Teil der Medien, die Hodgson Kontakte zum türkischen Vereine Besiktas Istanbul vorwarfen, obwohl sein Vertrag bei den Grasshoppers noch bis im Sommer 2001 weiterlaufen würde.

Den Entscheid zum sofortigen Rücktritt muss Hodgson offenbar erst während einem Gespräch mit Präsident Peter Widmer unmittelbar nach der Pressekonferenz gefällt haben. Weder die Spieler noch ihm nahe stehende Personen im Verein waren informiert und mussten die Meldung gestern Abend aus den Medien erfahren. Hodgson selber war zunächst zu keiner Stellungnahme bereit.

GC-Präsident Widmer bedauerte die überraschende Entwicklung: "Es ist schade, dass unsere Zusammenarbeit so enden musste. Wir befinden uns jetzt in einer sehr schwierigen Situation."

GC-Teammanager Erwin Zogg meinte zur Frage nach dem Nachfolger: "Wir streben eine Interims-Lösung an und wollen bei der Nachfolge von Roy Hodgson nichts überstürzen."

Hodgson hatte letzten August beim erfolgreichsten Schweizer Klub der letzten 20 Jahre die Nachfolge von Roger Hegi angetreten, nachdem die Grasshoppers in der 6. Runde der Qualifikation bei Neuling Yverdon mit 0:2 unterlegen waren. Der frühere erfolgreiche Schweizer Nationalcoach Hodgson erreichte danach in 24 Spielen 11 Siege, 7 Unentschieden und kassierte sechs Niederlagen.

Mit dieser nicht besonders positiven Bilanz rutschte der erklärte Titelanwärter am Sonntag auf einen Tabellenplatz ab, der im Sommer nicht einmal für eine Europacup-Teilnahme ausreichen würde.

swissinfo und Agenturen

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