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Jona (awp) - Die Geberit AG hat im Geschäftsjahr 2010 wegen des Währungseinflusses in Schweizer Franken weniger umgesetzt und dabei auch ein geringeres operatives Ergebnis erreicht. Die operative Marge erreichte dennoch den zweithöchsten Wert der Geschichte. Dank einer tiefen Steuerquote ergab sich eine Steigerung des Reingewinns. Im Ausblick auf das Geschäftsjahr 2011 äussert sich Geberit noch wenig konkret.
Der EBIT ging um 7,7% auf 486,2 Mio CHF und der EBITDA um 6,1% auf 573,7 Mio CHF zurück. Die für Geberit wichtige EBITDA-Marge reduzierte sich leicht auf 26,7 (28,0)%. Sie liegt damit aber noch immer über dem firmeneigenen Zielkorridor von 23 bis 25% und ist die zweitbeste je erreichte Marge.
Die operative Profitabilität habe auf dem Niveau der Vorjahre gehalten werden können, dies trotz rückläufigem Umsatz sowie negativen Fremdwährungs- und Rohmaterialpreiseinflüssen. Geberit nennt als Hauptgründe für das Resultat ein konsequentes Kostenmanagement sowie weiter optimierte Prozesse. Die Wechselkurseffekte hätten aber trotz eines natürlichen Hedging einen "erheblich negativen" Einfluss auf das Ergebnis genommen.
ORDENTLICHE DIVIDENDE ERHÖHT
Der Reingewinn erhöhte sich um 2,3% auf 406,8 Mio CHF, dies als Folge der tiefen Steuerquote. Die Dividende soll auf 6,00 (6,40) CHF je Aktie reduziert werden. Gegenüber der ordentlichen Dividende von 5,40 CHF aus dem Vorjahr ist dies allerdings eine Verbesserung, denn 1 CHF wurde damals als Sonderdividende ausbezahlt. Auch Geberit nutzt die Änderung im Schweizer Steuerrecht für eine steuerbefreite Auszahlung aus den Reserven aus Kapitaleinlagen.
Die Ausschüttungsquote liege mit 58,8% im mittleren Bereich der anlässlich der Neubeurteilung der Verwendung der liquiden Mittel Anfang 2011 durch den Verwaltungsrat erhöhten Bandbreite von 50 bis 70%.
Bereits im Januar hat Geberit den Umsatz bekanntgegeben. Er ging um 1,6% auf 2'146,9 Mio CHF zurück. In lokalen Währungen ergab sich dagegen ein Plus von 5,0%.
OPTIMISMUS FÜR 2011 - KEINE KONKRETE PROGNOSE
Im Ausblick auf das Geschäftsjahr 2011 zeigt sich Geberit noch wenig konkret. Das Jahr werde Geberit vor die Herausforderung stellen, einerseits in wieder anziehenden Märkten aus dem positiven Umfeld Nutzen zu ziehen, andererseits sich in nach wie vor stagnierenden oder schrumpfenden Märkten für die Zukunft zu positionieren.
Geberit sieht dem Geschäftsjahr 2011 dennoch mit einem gewissen Optimismus entgegen. Die Einschätzung der nahen Zukunft ist gleich wie noch bei der Publikation der Umsatzzahlen im Januar. "An meiner Einschätzung des angelaufenen Geschäftsjahres hat sich seit dem vergangenen Januar nichts geändert", sagte CEO Albert Baehny am Rande der Bilanzmedienkonferenz gegenüber AWP. Damals liess er sich mit den Worten zitieren, er sei für 2011 zuversichtlicher als noch im November 2010.
Für die Verkäufe im wichtigen Markt Deutschland sieht Baehny auch 2011 eine steigende Tendenz, dies vor allem dank dem Renovationsgeschäft im Wohnungsbau. Auch für die Schweiz, den nach Deutschland zweitgrössten Geberit-Markt, oder Österreich erwarte er keine Einbrüche.
Dass der Gesamtkonzern im Geschäftsjahr 2011 wachsen werde, mochte Baehny aber nicht bestätigen. Für das Gesamtjahr stelle er noch keine Prognosen.
"NO COMMENT" ZU VR-NOMINATION
Zu seiner Nomination für den Verwaltungsrat als designierter Präsident und dem damit verbundenen Doppelmandat mochte er sich nicht äussern. "Dazu kann ich keine Stellung nehmen, es gibt bereits genug Spekulationen", meinte Baehny. An diesem Plan ist Kritik laut geworden. Der Anlagefonds Saraselect hat daraufhin zu Handen der GV die Zuwahl von Kaba-CEO Rudolf Weber traktandieren lassen. Laut Baehny wird der Verwaltungsrat zu diesem Antrag mit der Einladung zur GV Stellung beziehen.
An der Börse führten die hinter den Erwartungen gebliebenen Zahlen zu einem Minus der Aktie von aktuell 5,1%. Allerdings hatte das Papier im Vorfeld kräftig zugelegt.
cf/rt

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