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(Ergänzt um weitere Details, unter anderem zu den Regionen)
Jona (awp) - Geberit ist nach dem Umsatzschwund im vergangenen Jahr im ersten Semester 2010 zum Wachstum zurückgekehrt. Dabei hat sich die Entwicklung im zweiten Quartal gar noch etwas beschleunigt und die hohe Profitabilität wurde praktisch gehalten. Für das Gesamtjahr macht Geberit erstmals eine Umsatzprognose und erhöht die Guidance für den operativen Gewinn leicht nach oben.
Der Umsatz erhöhte sich im ersten Semester um 1,5% auf 1'115,4 Mio CHF. Währungsbereinigt ergab sich ein Plus von 4,8%, wie das Sanitärtechnikunternehmen am Donnerstag mitteilt. Die Währungsverluste hätten sich im Vergleich zum Vorjahr noch einmal etwas ausgeweitet, ansonsten habe die "erfreuliche" Tendenz in der Umsatzentwicklung angehalten. Nach einer währungsbereinigten Zunahme im ersten Quartal von 2,1% hat das zweite Quartal ein Wachstum von 7,5% gebracht.
Der EBITDA erhöhte sich im Halbjahr um 1,0% auf 311,0 Mio CHF und der EBIT um 0,5% auf 268,9 Mio CHF. Die für Geberit wichtigere EBITDA-Marge ging minim auf 27,9 (VJ 28,0)% und die EBIT-Marge auf 24,1 (24,3)% zurück. Die EBITDA-Marge liegt damit weiterhin oberhalb der Mittelfristzielsetzung von 23 bis 25%.
Der Reingewinn lag mit 221,0 (202,9) Mio CHF um 8,9% über dem Vorjahreswert, was sich mit einer deutlich tieferen Steuerquote erklären lässt.
Betrachtet man das zweite Quartal gesondert ergab sich zwar eine Umsatzsteigerung auf 560,4 (547,3) Mio CHF, die Gewinnmargen gingen gegenüber dem Vorjahr dagegen leicht zurück. Die EBIT-Marge fiel auf 23,6 von 25,8% und die EBITDA-Marge auf 27,4 von 29,5%.
Mit den vorgelegten Zahlen wurden die Erwartungen der Analysten leicht übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 1'101 Mio, für den EBITDA bei 304 Mio, für den EBIT bei 266 Mio und für den Reingewinn bei 221 Mio CHF.
Die Resultate hätten im Vergleich zum Vorjahr auf hohem Niveau gehalten werden können, schreibt Geberit. Massgeblich zur "erfreulichen" operativen Situation habe der Materialaufwand beigetragen, welcher im ersten Quartal noch von einem hohen Vorjahreswert profitiert habe. Im zweiten Quartal habe dieser aber zunehmend unter den steigenden Rohmaterialpreisen und einem höheren Umsatzanteil der materialintensiven Rohrleitungssysteme gelitten.
Auf den Betriebsaufwand hätten sich intensivierte Marketingaktivitäten und der gestiegene Personalaufwand erhöhend ausgewirkt. Da ein signifikanter Teil der Kosten in Fremdwährungen anfalle, sei der Einfluss der Wechselkurseffekte auf das operative Ergebnis gering geblieben.
Regional gesehen lag in Europa die währungsbereinigte Umsatzzunahme im Halbjahr bei 4,1%. Die Mehrheit der Märkte habe sich von den Rückschlägen im Vorjahr erholt, heisst es dazu. Grossbritannien/Irland (+9,1%), Deutschland (+6,8%), die Schweiz (+5,9%) oder Österreich und Frankreich mit ebenfalls je einem Plus von über 5% verzeichneten gute Wachstumsraten. Weitere Rückgänge gab es dagegen auf der iberischen Halbinsel (-10,5%), in Zentral-/Osteuropa (-6,0%) und in den nordischen Ländern (-0,6%).
Fernost/Pazifik ist mit einem Plus von 29,3% wieder auf den deutlich zweistelligen Wachstumspfad von vor der Krise zurückgekehrt. Wachstum gab es auch in Nahost/Afrika (+6,5%) und Amerika (+7,3%).
Von den Produktbereichen zogen die Verkäufe der Sanitärsysteme um 3,9% (währungsber. +7,3%) auf 664,3 Mio CHF an, wogegen die Rohrleitungssysteme als Folge des schwachen Neubaugeschäfts in der Schweiz um 1,9% auf 451,1 Mio CHF zurückgingen (+1,3%).
Für das Gesamtjahr 2010 macht Geberit erstmals dieses Jahr etwas konkretere Prognosen für den Umsatz. Dieser werde währungsbereinigt leicht über demjenigen des Vorjahres ausfallen. Die Aussage für den Gewinn ist etwas optimistischer als bisher. Es sei mit einem operativen Cashflow leicht oberhalb der mittelfristigen Zielsetzung von 23 bis 25% zu rechnen. Bisher hiess es, die EBITDA-Marge werde im oberen Bereich dieses Zielbandes ausfallen.
Prognosen für das Geschäftsjahr 2010 seien aber wegen der aktuellen Wirtschaftslage und der damit verbundenen Unsicherheiten noch immer sehr schwierig und die Volatilität bei den Rohmaterialpreisen bleibe hoch. Eine Erholung der Bauwirtschaft - vor allem im wichtigen europäischen Raum - erwartet Geberit weiterhin nicht vor 2011.
cf/ch

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