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Geberit Q1: Gewinn und Umsatz steigen - 2011 solide Ergebnisse erwartet (Zus)

Jona (awp) - Der Sanitärtechnikkonzern Geberit hat im ersten Quartal 2011 den Umsatz in Lokalwährungen deutlich gesteigert. Trotz hoher Währungsverluste ergab sich auch in Schweizer Franken noch ein geringes Wachstum. Währungsgewinne begünstigten das Finanzergebnis und damit den Reingewinn. Für 2011 zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich, aber noch wenig konkret. Die besser als erwartet ausgefallenen Zahlen geben der Aktie Auftrieb.
Der Umsatz zog leicht um 1,5% auf 563,2 Mio CHF an, währungsbereinigt ergab sich indes ein kräftiges Plus von knapp 13%. Der EBITDA verbesserte sich um 0,4% auf 158,4 Mio und der EBIT um 0,9% auf 138,2 Mio.
Die entsprechenden Margen gingen auf 28,1 von 28,4% für den EBITDA und auf 24,5 von 24,7% für den EBIT minim zurück, womit die EBITDA-Marge nach dem etwas schwächeren vierten Quartal wieder klar über der definierten Zielbandbreite von 23 bis 25% liegt. Der Reingewinn erhöhte sich um 7,0% auf 121,4 Mio CHF.
REINGEWINN PROFITIERT VON WÄHRUNGSGEWINNEN
Die Ergebnisse hätten trotz negativer Materialpreis- und Währungsentwicklung, welche die operative Marge belastet hätten, auf dem hohen Niveau des Vorjahres gehalten werden können, hiess es bei Geberit. Der Reingewinn sei vor allem dank Fremdwährungsgewinnen im Finanzergebnis überproportional gestiegen.
Währungsbereinigt haben sowohl Europa (+12,9%) und Amerika (+15,5%) als auch Fernost/Pazifik (+16,0%) zweistellig zugelegt. Das Plus in Nahost/Afrika (+4,1%) fiel etwas geringer aus. Von den Produktebereichen legten die Rohrleitungssysteme (+18,1%) praktisch doppelt so stark zu wie die Sanitärsysteme (+9,4%).
Für das Gesamtjahr 2011 sehen die Prognosen laut Geberit für die Bauindustrie insgesamt eine leichte Erholung voraus, allerdings mit zum Teil deutlich divergierenden Entwicklungen in den einzelnen Regionen bzw. Märkten und Bausektoren.
RENOVATIONSGESCHÖFT ALS TREIBER - GEWERBEBAU BLEIBT ANGESCHLAGEN
Geberit sieht gegenüber der Einschätzung vom März keine wesentlichen Änderungen im Ausblick auf die zu erwartende Entwicklung der Märkte. "Wir sind zuversichtlicher hinsichtlich einer Erholung der Baumärkte in Europa als noch vor sechs Monaten", sagte dazu CEO Albert Baehny an einer Telefonkonferenz. Gegenwind sieht er an zwei Fronten, nämlich den weiter steigenden Rohmaterialpreisen sowie dem starken Schweizer Franken.
In Europa werde im Wohnungsbau ein wachsendes Renovationsgeschäft erwartet, während sich das Neubaugeschäft selektiver entwickeln dürfte. Der gewerbliche Bausektor werde generell in allen Märkten nur langsam wieder auf den Wachstumspfad zurückfinden, hiess es heute weiter. In Nordamerika habe die Bauwirtschaft die Krise noch nicht überwunden, weshalb mit einem weiteren anspruchsvollen Jahr zu rechnen sei.
PREISAUFSCHLÄGE SOLLEN ROHSTOFF-HAUSSE DÄMPFEN
Dem Preisdruck durch die steigenden Rohmaterialpreise begegnet Geberit mit Preiserhöhungen. Das Ergebnis im ersten Quartal 2011 habe von spezifischen Erhöhungen im dritten und vierten Quartal 2010 profitiert. Ab dem zweiten Quartal 2011 sollen die Preise durchschnittlich um 1,5% weiter angehoben und auch zusätzliche spezifische Verteuerungen durchgesetzt werden. Ob die Preiserhöhungen insgesamt die steigenden Rohmaterialkosten aufzufangen vermögen oder nicht, darüber mochte Baehny noch nicht spekulieren.
Auch den Geschäftsgang im April wollte er noch nicht genauer kommentieren, liess aber immerhin durchblicken, dass es gegenüber dem von der Witterung begünstigten positiven Trend im ersten Quartal keine dramatischen Veränderungen gegeben habe.
Die "erfreulichen Resultate des ersten Quartals stimmen die Unternehmensleitung zuversichtlich, im Geschäftsjahr 2011 solide Ergebnisse erzielen zu können", resümiert Geberit insgesamt.
Am Markt legen die Aktien von Geberit begleitet von wohlwollenden Kommentaren bis am Mittag ein Plus von 3,4% auf.
cf/ra

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