Geburtenkontrolle für Milchkühe?

In Schweizer Ställen stehen 25'000 Milchkühe zu viel. Zur Regulierung des Milchmarktes sollen künftig weniger Kühe aufgezogen werden, sagt Peter Gfeller, Präsident der Schweizer Milchproduzenten (SMP). Von vermehrter Schlachtung hält er nichts.

Dieser Inhalt wurde am 04. Juli 2009 - 17:15 publiziert

Wenn alle überflüssigen Milchkühe geschlachtet würden, hätte dies zur Folge, dass die Halter weniger für das Fleisch bekämen, sagte Gfeller gegenüber Schweizer Radio DRS. Es laufe damit auf dasselbe hinaus, wie bei einem tiefen Milchpreis.

Ende 2007 wurden in der Schweiz 1,57 Millionen Rinder gezählt, davon waren 710'000 Kühe. Seit April 2008 wurde die Zahl der Milchkühe um rund 3000 reduziert.

Die Aufstockung des Bestandes in den Jahren 2006 und 2007 sei unter dem Eindruck günstiger Marktperspektiven entstanden, so Gfeller. Es sei klar, dass jeder einzelne der 27'000 Produzenten so viel Milch wie möglich liefern wolle.

Laut Gfeller ist die Perspektive für die Schweizer Milchbauern "kritisch". Der eine oder andere der Milchproduzenten werde diesen Herbst in einen Liquiditätsengpass rutschen, so der SMP-Präsident mit Blick auf den nach wie vor unrentablen Milchpreis.

Immerhin haben sich zwei Monate nach der Aufhebung der Milchkontingentierung die in Sachen Milchpreis zerstrittenen Milchproduzenten und -verarbeiter zusammengefunden: Sie gründeten am Montag in Bern die Branchenorganisation Milch.

swissinfo.ch und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen