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Gelungener Schweizer Auftakt zur EM-Vorqualifikation

Jubel der Schweizer Spieler nach dem Sieg gegen Litauen.

(Keystone)

Das Schweizer Handball-Nationalteam startete erfolgreich zur EM-Vorqualifikation: Vor 1'300 Zuschauern bezwang die ersatzgeschwächte Equipe von Trainer Arno Ehret Litauen 26:23 (17:10).

Als Goalie Antoine Ebinger drei Minuten vor Schluss beim Stande von 26:23 den Penalty von Stelmokas, der bis dahin keine seiner fünf Möglichkeiten vom 7-m-Punkt ausgelassen hatte, parierte, stand einem gelungenen Auftakt zur EM-Kampagne nichts mehr im Wege. Aufgrund der schlechten Vorzeichen -mit Baumgartner, Lima, Severin Brüngger, Zumstein, Keller fehlten mehrere Leistungsträger aus diversen Gründen - hatte der Startsieg keinesfalls erwartet werden dürfen.

Auf dem Weg zur positiven Meldung hatten die Schweizer in der Schlussphase allerdings einige heikle Momente zu überstehen. Von den Rückraumpositionen, insbesondere der fehlerhafte Gautschi, vermochten sie lange Zeit praktisch keinen Druck mehr auszuüben und in der Abwehr ging mit der aufkommenden Müdigkeit die nötige Aggressivität und zusehends die Übersicht verloren. «In der ersten Hälfte haben wir über unseren Verhältnissen gespielt. Als dann der Gegner aggressiver spielte, gabs in der Offensive Probleme», beurteilte Ehret den Leistungsabfall.

Die Konsequenzen der Schweizer Schwächeperiode hielten sich aber letztlich in Grenzen. Einerseits gelangen den Einheimischen auch im zweiten Umgang mit grossem Engagement und Kampf «einige vernünftige Aktionen» (Zitat Ehret), andererseits hatte sich die praktisch neu formierte SHV-Auswahl in den ersten 30 Minuten mit einer verblüffenden Stilsicherheit ein solides Fundament geschaffen hatte. Aus 24 Angriffen resultierten für Ehrets Team 17 Treffer, was einer mit internationalen Ellen gemessenen Top-Effizienz entspricht.

Defensiv liess sich der Schweizer Innenblock um Stettler, Massa und Ursic von den technisch versierten Osteuropäern, bei denen nur drei ihr Geld in der Heimat verdienen, nur selten aus den Angeln heben. Im Angriff brillierte Robbie Kostadinovich zusammen mit Stefan Massa (6 Tore) geradezu. Der Suhrer Mittelmann schoss sieben seiner insgesamt neun Treffer vor der Pause und leitete darüber hinaus mit klugen Pässen vier weitere Tore direkt ein.

Seine Nackenbeschwerden, die ihn beim Yellow-Cup nach einer Partie zum Forfait zwangen, schienen den Schweizer Captain nicht im Geringsten zu beeinträchtigen. An Wirkung büsste er erst zu Beginn der zweiten Hälfte ein, als die Litauer seine Kreise weitaus dezidierter einzuschränken begannen. Und in der 47. setzten sie den mit Abstand stärksten Schweizer mit einem Griff in die Augengegend gar für zehn Minuten ausser Gefecht, womit bei den Einheimischen die Hektik im Spielaufbau merklich zunahm.

«Mit einer routinierteren Mannschaft hätten wir diese Litauer 30:20geschlagen. Unser Spiel war zeitweise einfach zu hektisch», befand Matchwinner Kostadinovich zu den zwischenzeitlichen Problemen. Im Hinblick aufs Rückspiel in Kaunas vom kommenden Sonntag sei eine Steigerung von Nöten. Gleich schätzt sein Coach, Arno Ehret, die Ausgangslage ein.

swissinfo und Agenturen

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