Navigation

Skiplink navigation

Genf feiert 100 Jahre Auto(salon)

Der Siegeszug des Autos lag schon damals in der Luft. Autosalon Genf

Der diesjährige Genfer Automobilsalon findet vom 3. bis 13. März statt. Gleichzeitig feiert der Salon seinen 100. Geburtstag.

Dieser Inhalt wurde am 16. Februar 2005 - 21:50 publiziert

Die Organisatoren planen aus diesem Anlass nebst der traditionellen Autoschau eine Reihe von Spezial-Veranstaltungen und eine Jubiläumsausstellung.

Für die Geburtstagsausgabe des Automobilsalons werden vom 3. bis 13. März 261 Aussteller präsent sein, wie die Veranstalter am Mittwoch in Genf bekannt gaben. Auf der Ausstellungsfläche von 77'000 Quadratmetern werden 900 Marken aus rund 30 Ländern vorgestellt.

Der Salon wartet dieses Jahr mit 53 Welt- und 18 Europa-Premieren auf. Die Organisatoren hoffen auf mehr als 800'000 Eintritte. Im Vorjahr besuchten 730'000 Personen den Genfer Automobilsalon.

Spezielles Jubiläumsprogramm

Aus Anlass des 100. Geburtstages der Grossveranstaltung findet eine Sonderausstellung statt. Gezeigt werden zwölf aussergewöhnliche Fahrzeuge in ihrem jeweiligen Decor, so unter anderem der Genfer Pic-Pic oder das älteste Schweizer Auto, der Thury-Nussberger von 1881.

Darüber hinaus erscheint ein 300-seitiger Jubiläumsband. Die Schweizer Münzstätte Swissmint gibt zudem zwei Sondermünzen heraus, die vom Schweizer Grafiker und Maler Roger Pfund gestaltet wurden. Die Schweizer Post leistet ihren Beitrag zum Jubiläum mit der Herausgabe von zwei Sondermarken.

Der erste Automobilsalon der Schweiz fand vom 29. April bis zum 7. Mai 1905 in Genf statt. Der Anlass zählte 59 Aussteller und war ein beachtlicher Erfolg. Ab 1924 erhielt der Salon mit 200 Ausstellern eine internationale Dimension.

Die wichtigen 60er-Jahre

In den zurückliegenden 100 Jahren entwickelte sich der Genfer Automobilsalon zur Inspirationsquelle für Aussteller und Besucher. Die eigentliche Moderne in der Automobilbranche wurde jedoch erst vor gut 40 Jahren eingeläutet.

In den frühen 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts seien erst einige wenige Unternehmer offen gewesen für neue Erkenntnisse der Management-Theorien, schreibt die in Bern erscheinende "Automobil-Revue". Damals habe eine richtige Aufbruchstimmung geherrscht.

Die Ära des modernen Cardesigns habe begonnen, die Elektronik ihren Siegeszug angetreten und der Bau von Autobahnen sei in Europa an die Hand genommen worden.

Begonnen habe auch, so die "Automobil-Revue", der immer härtere Wettbewerb unter den Automobilfirmen. Der damalige Generaldirektor des Genfer Automobilsalons, Rodolphe Huser, habe dies erkannt, die Chance wahrgenommen und Genf zum "Must" für die Autobranche gemacht.

"Huser stand in Sachen modernen Managements seinen Ausstellern in nichts nach", schreibt die Fachzeitung.

Greenpeace-Aktion

Mittlerweise ist das Automobil jedoch auch durch seine Schattenseiten in die Schlagzeilen geraten.

Die Umweltorganisation Greenpeace nahm die Medienkonferenz der Organisatoren des Automobilsalons in Genf vom Mittwoch zum Anlass für eine Kundgebung vor den Palexpo-Hallen.

Mit der Protestaktion in Genf wollte Greenpeace "auf die Kehrseite des Strassenverkehrs" hinweisen. Die Organisation deponierte anlässlich der Medienorientierung über dem Autosalon drei Autowracks und forderte einen "echten Klimaschutz".

swissinfo und Agenturen

Fakten

Der Automobilsalon 2005 in Genf dauert vom 3. bis 13. März.
Ausstellungsfläche: 77'000 m2.
Es werden 900 Marken aus 30 Ländern ausgestellt.
2005 gibt es 53 Welt- und 18 Europa-Premieren.
Die Organisatoren erwarten 800'000 Besucher.

End of insertion

In Kürze

1905 fand erstmals eine "Nationale Automobil- und Fahrradaustellung" in Genf statt.

2005 geht der 75. internationale Automobil-Salon seit 1924 über die Bühne.

End of insertion

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen