Genfer WHO-Tagung zu Schweinegrippe

Das Thema Schweinegrippe steht im Zentrum der WHO-Jahrestagung in Genf. Thomas Zeltner, oberster Hüter der Gesundheit in der Schweiz, riet zu mehr Flexibilität beim Übergang zur höchsten Pandemie-Phase 6.

Dieser Inhalt wurde am 18. Mai 2009 - 17:50 publiziert

Das alleinige Kriterium einer geografischen Ausbreitung reiche nicht aus, sagte der Direktor des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).

"Die Frage einer Erhöhung auf Phase 6 betrifft auch Entscheide für die Herstellung eines Impfstoffes", erläuterte er. Die fünftägige Jahrestagung der Weltgesundheitsorganisation solle zur Klärung eines Übergangs von der derzeit geltenden Phase 5 auf Phase 6 genutzt werden. Eine Erhöhung auf Phase 6 müsse zudem der Öffentlichkeit gut erklärt werden.

Voraussetzung für die Feststellung der Pandemie-Phase 6 ist bis jetzt, dass das Virus in mindestens ein Land eines zweiten Kontinents gewandert ist und zudem regelmässig von Mensch zu Mensch übertragen wird.

WHO-Generaldirektorin Margaret Chan verschob inzwischen die weitreichende Entscheidung, die Produktion herkömmlicher Grippeimpfstoffe zu stoppen, um Kapazitäten für die Herstellung eines Impfstoffs gegen die Schweinegrippe freizumachen.

Mit der Produktion einer ersten Dosis Schweinegrippe-Impfstoff wird wegen der noch notwendigen Forschungsarbeit frühestens in sechs Monaten gerechnet.

swissinfo.ch und Agenturen

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