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Genolier VD (awp/sda) - Bei der Westschweizer Spitalgruppe Genolier wird das Kriegsbeil begraben. Die seit Juni zerstrittenen Aktionärsgruppen haben sich auf eine tiefgreifende Umbildung des Verwaltungsrates geeinigt. Ein neuer CEO soll ausserhalb der Gruppe rekrutiert werden.
An der ausserordentlichen Generalversammlung vom 6. September sollen die früheren Verwaltungsratsmitglieder Antoine Hubert und Raymond Loretan (ehemaliger VR-Präsident) neben vier neuen Mitgliedern zur Zuwahl vorschlagen werden, wie der Genolier-Verwaltungsrat und die Aktionärsgruppe Antoine Hubert/Lincoln Vale gemeinsam am Dienstag mitteilten.
Bei den neu zur Wahl vorgeschlagenen weiteren Verwaltungsräten handelt es sich um Bruno Bertez, Christian Le Dorze, Johannes Boot und Cédric A. George. Im Gremium verbleiben Hans-Reinhard Zerkowski und Michael Schroeder. Der neue Verwaltungsrat werde die Aufgabe haben, eine neue Führungsstruktur für die Gruppe zu errichten.
NEUER CEO VON AUSSEN
Genolier wird, wie weiter mitgeteilt wurde, "umgehend die Rekrutierung eines neuen CEO ausserhalb der Gruppe sowie zusätzlicher Kompetenz im medizinischen Bereich und auf dem Gebiet der Compliance an die Hand nehmen".
Für die Übergangsphase ist vorgesehen, einen aus Antoine Hubert, Sven Moos, Beat Röthlisberger und Hans-Reinhard Zerkowski zusammengesetzten provisorischen Steuerungsausschuss zu bilden, der eng mit dem neuen Verwaltungsrat, insbesondere mit dessen Präsidenten, zusammenarbeiten soll.
Der Verwaltungsrat und die Aktionärsgruppe Antoine Hubert/Lincoln Vale zeigten sich in der Mitteilung überzeugt, dass mit diesen Massnahmen die Ruhe und das Vertrauen zurückgebracht werden könnten, die für die weitere Entwicklung des Unternehmens "unerlässlich" seien.
HÄNGIGE VERFAHREN
Noch nicht vom Tisch sind Klagen, mit denen sich die Ex-Kontrahenten eingedeckt haben. Die hängigen Gerichtsverfahren sollten "im Interesse der Gesellschaft" so rasch als möglich beendet werden, hiess es am Dienstag. Bis zur ausserordentlichen Generalversammlung sind keine weiteren Mitteilungen vorgesehen.
Der aktuelle Verwaltungsrat hat im Verlauf des Streits zudem schwere Vorwürfe gegen Antoine Hubert erhoben: Dabei ging es unter anderem um Bestechung von ausländischen Machthabern, um hochrangige Patienten an die Kliniken zu vermitteln. Mit diesen Vorwürfen befasst sich mittlerweile auch die Bundesanwaltschaft.
Die Privatklinkengruppe Genolier betreibt in der Westschweiz fünf Spitäler und dazu die renommierte Zürcher Klinik Bethanien. 2009 erwirtschaftete Genolier bei einem Umsatz von 139 Mio CHF einen Reingewinn von 1,9 Mio CHF.

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