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(Meldung wurde umgeschrieben und ausgebaut)
Genolier VD (awp/sda) - Die unendliche Geschichte im Hickhack um die Macht bei der Spitalgruppe Genolier ist um eine Episode reicher: Der ausgebootete einstige Chef und Grossaktionär Antoine Hubert hat vor dem Waadtländer Kantonsgericht einen Etappensieg errungen.
Das Gericht habe auf Antrag von Hubert die geplante Kapitalbeschaffung erneut superprovisorisch eingeschränkt, teilte die Westschweizer Spitalgruppe am Freitag in einem Communiqué mit. Die Ausgabe von Aktien aus genehmigtem Kapital sei verboten worden. Und die Ausgabe von Aktien aus bedingtem Kapital sei ebenfalls an einschneidende Restriktionen geknüpft worden.
"Damit haben sich die Möglichkeiten für eine Verbesserung der Finanzbasis von Genolier noch einmal verschlechtert", schreibt der Verwaltungsrat. Genolier sei vor dem Entscheid nicht angehört worden und habe auch vor dem Gerichtsentscheid keine Kenntnis gehabt über den Antrag von Grossaktionär Hubert.
Damit habe das Waadtländer Kantonsgericht seinen eigenen Entscheid vom 5. August umgestossen. Damals hatte es die superprovisorisch verfügte Beschränkung der Kapitalbeschaffung aufgehoben.
Bleibt der Gerichtsbeschluss bestehen, droht die Kapitalbeschaffung zu platzen, die der neue Verwaltungsrat - bestehend aus Hans-Reinhard Zerkowski und Michael Schröder - plant. Das Gremium hatte am 10. Juni die damalige Führungsriege der Spitalgruppe um Verwaltungsratspräsident Raymond Loretan und Direktor Antoine Hubert abgesetzt.
Hubert seinerseits will die ausserordentliche Generalversammlung vom 6. September als Bühne für seine Rückkehr an die Schalthebel der Macht in der Klinikgruppe nutzen. Er fürchtet aber offenbar, dass mit einer Kapitalerhöhung seine Stimmkraft beschnitten werden könnte. Deshalb fordert er, dass Kapitalerhöhungen nur unter vollem Bezugsrecht für alle Aktionäre erfolgen dürften.
In den letzten Tagen hatte sich der Grabenkrieg verschärft: Der Verwaltungsrat reichte bei der Bundesanwaltschaft eine Strafanzeige gegen Hubert ein: Dieser soll ausländische Amtsträger bestochen zu haben, um Patienten für die Kliniken zu gewinnen. Hubert weist die Vorwürfe von sich.
Gleichzeitig stellten sich sechs leitende Ärzte und gegen den verbliebenen Verwaltungsrat: Sie wollen neue Leute im VR und eine langfristig tragfähige Führungsstruktur. Auch in der operativen Führung kommt es zu einem Bruch. Finanzchef Beat Röthlisberger hat auf Mitte Februar 2011 gekündigt.
mk

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