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(Mit Hintergrundinformationen ergänzt)
Lausanne (awp) - Bei der Genolier Swiss Medical Network SA (Genolier) nehmen der Verwaltungsratsdelegierte Antoine Hubert und der französische Unternehmer Michel Reybier das Heft in die Hand. Die beiden Grossaktionäre schliessen sich zu einer Aktionärsgruppe zusammen und unterbreiten den Aktionären der Westschweizer Privatklinikgruppe ein öffentliches Kaufangebot.
Der Angebotspreis je Genolier-Aktie beläuft sich auf 19 CHF, wie die Gruppe am Donnerstag mitteilte. Das Angebot entspreche einer Prämie von rund 7,7% gegenüber dem volumengewichteten Durchschnittskurs der letzten 60 Börsentage vor Anmeldung des Angebots. Ausserdem liege der Angebotspreis auf dem Niveau, welches die Aktionärsgruppe während der letzten Tage für den Erwerb von Genolier-Aktien bezahlt hat.
Dabei handelt es sich um ein Pflichtangebot. Die M.R.S.I. Medical Research, Services & Investments SA (MRSI), an welcher Hubert und Reybier zu gleichen Teilen beteiligt sind, hält 55,28% des Aktienkapitals von Genolier. Damit habe die Beteiligung der Gruppe den Grenzwert von einem Drittel des Genolier-Kapitals überschritten, was die Angebotspflicht auslöste.
Ziel des Pflichtübernahmeangebotes sei die Restrukturierung des Aktionariates, um so die Entwicklung der Gesellschaft in der Schweiz und Europa voranzutreiben, heisst es weiter. Das Angebot ermögliche denjenigen Aktionären, welche die aktuelle Entwicklungs- und Akquisitionspolitik von Genolier, die in Zukunft aller Wahrscheinlichkeit nach zu Kapitalerhöhungen führen wird, nicht unterstützen, das Aktionariat zu verlassen.
MRSI sei vom Potential einer börsenkotierten Privatklinik-Gruppe überzeugt und es bestehe keine Absicht, die Genolier-Aktie zu dekotieren, so die Mitteilung. Die neue Aktionärsgruppe werde an der Strategie und Ausrichtung grundsätzlich festhalten. Die Investitionspolitik von Genolier werde dabei wahrscheinlich dazu führen, dass sich neue Anleger an Genolier beteiligen, was zu einer höheren Liquidität des Titels führen dürfte.
Genolier teilte derweil mit, dass der Verwaltungsrat über das Angebot informiert wurde. An seiner Sitzung vom 18. Januar 2011 habe der Verwaltungsrat entschieden, MRSI die notwendigen Unterlagen zur Vorbereitung der Dokumente, die in der Schweiz im Rahmen von öffentlichen Kaufangeboten verlangt werden, zur Verfügung zu stellen. Antoine Hubert habe an dieser Sitzung nicht teilgenommen und werde dies in dieser Frage auch künftig nicht tun.
Der Bericht der Verwaltungsrates zur Offerte werde im Rahmen der vorgesehen Fristen erfolgen, so die Genolier-Mitteilung weiter.
Somit hat Antoine Hubert in dem offiziell im Sommer für beendet erklärten Machtkampf um Genolier in Michel Reybier einen neuen Verbündeten gefunden. Reybier führte in der Vergangenheit verschiedene Lebensmittelunternehmen, darunter die Reynier SA, die in der Region Lyon über fünfzig Supermärkte betreibt. Die unternehmerische Tätigkeit von Reybier habe sich seither auf die Hotellerie und Para-Hotellerie ausgeweitet.
Anfang September des letzten Jahres wurde an der zum Teil gehässig geführten ausserordentlichen Generalversammlung Antoine Hubert mit Unterstützung der Beteiligungsgesellschaft Lincoln Vale zurück in der Verwaltungsrat von Genolier gewählt. Seither hat Hubert seine Beteiligung an Genolier ausgebaut, während die Gegenpartei um Michael Schroeder sich von Genolier-Aktien trennte.
Im Vorfeld der GV im September hatten sich die Kontrahenten mit Klagen eingedeckt. So hatte etwa der Verwaltungsrat von Genolier gegen Hubert schwere Vorwürfe erhoben: Dabei ging es unter anderem um Bestechung von ausländischen Machthabern, um hochrangige Patienten an die Kliniken zu vermitteln sowie um den Vorwurf der ungetreuen Geschäftsführung.
Mittlerweile hat der Untersuchungsrichter des Kantons Waadt eine Klage gegen Antoine Hubert abgewiesen. Der Untersuchungsrichter habe keine Hinweise dafür gefunden, dass Hubert irgendeine strafbare Handlung begangen hat, teilte Genolier Mitte November mit.
mk/rt

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