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Genolier VD (awp/sda/awp) - Die Positionen im Machtkampf in der Westschweizer Spitalgruppe Genolier Swiss Medical Network SA (GSMN) werden im Hinblick auf die ausserordentliche Generalversammlung vom 16.08.2010 bezogen. Die Eintragung von Stimmrechten des Anfang Juni abgesetzten starken Mann des Privatklinkenverbunds, Antoine Hubert, sorgt für Verwirrung. Gleichzeitig machen sich Genolier und Hubert gegenseitig Vorwürfe.
Hubert will an die Macht zurück und hat sich jüngst mit dem Kauf von 600'000 Aktien Munition für einen Gegenschlag an der ausserordentlichen Generalversammlung im August geholt. Hubert kontrolliert seit dem Kauf der Titel 22,57% der Aktien und hält überdies 2,65% in nicht-stimmberechtigten Optionen.
AWP hatten am Freitag Dokumente vorgelegen, wonach der Genolier-Verwaltungsrat Hubert die Eintragung seiner neuen Stimmrechte verweigert. Die Spitalgruppe dementierte am Freitagabend: Über ihren Sprecher Sacha Wigdorovits liess sie ausrichten, die Eintragung der Stimmrechte werde lediglich geprüft. Entschieden sei aber noch nichts.
WEITERE VORWÜRFE
Gleichzeitig verbreitete Genolier einen Aktionärsbrief, in dem Vorwürfe gegen Hubert und dessen Frau erhoben werden. Eine interne Untersuchung mithilfe der Prüfungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers (PwC) habe ergeben, dass mehrere Hunderttausend Franken an eine Genfer Gesellschaft geflossen seien, die mit Hubert und seiner Frau in Verbindung stehe.
Für die Leistungen, welche diese Gesellschaft angeblich erbrachte, gebe es keine Belege. Zudem seien Spesen- und Honorarzahlungen von über 400'000 CHF entrichtet worden, was im Geschäftsbericht 2009 der Genolier-Gruppe aber mit nur 209'000 CHF ausgewiesen sei. Daneben seien noch weitere Unregelmässigkeiten vorgekommen.
Hubert reagierte am Freitagabend umgehend auf die Anschuldigungen. Er weist die Aussagen des Genolier-Verwaltungsrats als "sehr unsubstanziert" zurück. Die fraglichen Zahlungen seien im Geschäftsbericht an zwei Stellen ausgewiesen und von der Revisionsgesellschaft KPMG geprüft worden, so Hubert-Sprecher Edwin van der Geest gegenüber AWP. Im Weiteren bemängelt Hubert, dass die Prüfungsgesellschaft ihn nicht kontaktiert habe, obwohl er das schriftlich angeboten habe.
Der Machtkampf bei Genolier war am 11. Juni eskaliert, als eine Aktionärsgruppe unter Führung der US-Beteiligungsgesellschaft Lincoln Vale Hubert an der Generalversammlung aus dem Verwaltungsrat warf. Hubert gibt sich damit nicht ab und bereitet sich auf den Showdown an der ausserordentlichen Generalversammlung vor.
rt

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