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Gerresheimer bekräftigt nach gutem Jahresstart Prognosen für 2010 (2. AF)

Dieser Inhalt wurde am 14. April 2010 - 11:20 publiziert

(Neu: Telefonpressekonferenz, Details, Analysten, Aktienkurs.)
DÜSSELDORF (awp international) - Der Hersteller von Spezialverpackungen Gerresheimer hat nach einem guten Start ins Geschäftsjahr seine Prognosen bekräftigt. "Wir sind gut in das neue Geschäftsjahr gestartet und haben das Fundament für weiteres Wachstum in 2010 gelegt", sagte der im Juni scheidende Konzernchef Axel Herberg am Mittwoch. Während im Pharmageschäft mit Umsatzzuwächsen zu rechnen sei, sei die nachhaltige Erholung der mehr zyklischen Bereiche Kosmetik und Life Science Research noch nicht erkennbar. Für das laufende Geschäftsjahr sei deshalb unverändert mit einem Umsatzplus von zwei bis vier Prozent und einer verbesserten Marge von rund 19,5 (Vorjahr: 19,2) Prozent zu rechnen. Basis sind Kernumsätze von 970,8 Millionen Euro.
Im Kosmetikgeschäft, das im Zuge der Krise insbesondere ab dem zweiten Quartal 2009 kräftig eingebrochen war, gebe es Anzeichen einer Erholung. Es stelle sich aber die Frage, wie nachhaltig diese sei, sagte Herberg. Weniger optimistisch zeigte er sich für das Laborglasgeschäft in den USA (Life Science). Dieses dürfte sich auf einem gedrückten Niveau halten. Zur Kosteneinsparung werde in diesem Bereich ein Werk in den USA geschlossen und die Produktion in die Niedriglohnländer Mexiko und China verlagert. Betroffen sind rund 80 Mitarbeiter. Die Umbaukosten werden auf rund 4,3 Millionen Dollar beziffert.
PHARMAGESCHÄFT WACHSTUMSTREIBER
Wachstumstreiber war auch im ersten Quartal das Pharmageschäft. Von Dezember bis Februar ging der Umsatz wegen des Verkaufs der technischen Kunststoffsysteme aber um 5,3 Prozent auf 224,8 Millionen Euro zurück. Ohne technische Kunststoffe ergab sich hingegen nur ein leichtes Minus. Das Quartal sei durch eine gute Geschäftsentwicklung bei Pharma und Kaufzurückhaltung in den zyklischen Bereichen geprägt gewesen. Das Pharmageschäft trägt rund drei Viertel zum Umsatz bei. Vor einem Jahr hatte die Krise noch nicht voll auf das Unternehmen durchgeschlagen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) blieb mit 38,3 Millionen Euro im Berichtszeitraum stabil. Die Marge erhöhte sich auf 17,0 (16,1) Prozent. Der Konzern traf damit die Erwartungen der Analysten.
Nach einem Verlust vor einem Jahr von 1,1 Millionen Euro erwirtschaftete der Konzern nun einen Gewinn von 2,4 Millionen Euro. Die Steigerung gehe unter anderem auf ein verbessertes Zinsergebnis zurück. So sank die Nettoverschuldung im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund 60 Millionen auf 402,6 Millionen Euro. Im Vergleich zum Schlussquartal 2009 ergab sich hingegen ein Anstieg. Gerresheimer stellt mit rund 9.400 Mitarbeitern hochwertige Spezialprodukte aus Glas und Kunststoff für die internationale Pharma- und Gesundheitsindustrie her.
AKTIENKURS STEIGT
Auch Zukäufe erscheinen nach der starken Zurückhaltung im Vorjahr inzwischen wieder möglich. Die ein oder andere Arrondierung sei vorstellbar, sagte Herberg. Im laufenden Jahr werde die Bremse für mögliche Zukäufe etwas gelöst. Wegen der Krise habe der Konzern im Vorjahr bei Zukäufen "die Bremse reingelegt". Inzwischen sei der Mittelzufluss gestiegen und die Verschuldung gesunken. Insbesondere im Pharmageschäft würden Zukäufe angestrebt. Er werde seinem Nachfolger Uwe Röhrhoff aber nicht vorgreifen. Herberg selbst will sich aufgrund des Wunsches von Anteilseignern von der Hauptversammlung Ende April in den Aufsichtsrat wählen lassen.
Am Finanzmarkt war die Reaktion positiv. Die Aktien legten am Mittag als zweitstärkster Wert um 3,25 Prozent auf 25,245 Euro zu, während der MDax 1,01 Prozent auf 8.410,88 Punkte gewann. Händler bewerteten den Quartalsbericht als "insgesamt positiv". Das Bankhaus Merck Finck & Co sah seine eigenen Umsatz- und Gewinnschätzungen übertroffen. Die WestLB verwies darauf, dass das erste Quartal traditionell das schwächste sei./jha/js/he

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