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Gesamteinweihung des Kultur- und Kongresszentrums Luzern im März

Mit einem dreitägigen "Kongress der Stimmen" wird vom 24. bis 26. März 2000 das gesamte Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) eingeweiht. Mit Ausnahme des Kunstmuseums werden alle Räume in das Programm einbezogen.

Dieser Inhalt wurde am 17. Januar 2000 - 18:32 publiziert

Mit einem dreitägigen "Kongress der Stimmen" wird vom 24. bis 26. März 2000 das gesamte Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) eingeweiht. Mit Ausnahme des Kunstmuseums werden alle Räume in das Programm einbezogen.

Im August 1998 war als erster KKL-Teil der Konzertsaal (Bild) eröffnet worden. Termingerecht sind nun nach fünf Jahren Bauzeit auch die anderen Räume betriebsbereit. Der "Kongress der Stimmen" zur Gesamteinweihung soll die vielfältigen Möglichkeiten des Zentrums auf hohem Niveau zeigen. Das Konzept dafür stammt vom Zürcher Dirigenten und Medienschaffenden Armin Brunner und wurde am Montag (17.01.) vorgestellt. Er will das Phänomen der Stimme im eigentlichen und im übertragenen Sinn darstellen.

Bundesrat Kaspar Villiger und Luzerns Stadtpräsident Urs W. Studer werden den Festakt vom Freitagabend, 24. März eröffnen. Auch KKL-Architekt Jean Nouvel kommt zu Wort. Andere Stimmen steuern etwa Franz Hohler, Jean Ziegler oder Frank A. Meyer mit ihren Auftritten bei. Beherrscht wird das Wochenende aber von der Musik. Zahlreiche Formationen unterschiedlicher Stilrichtungen treten von Freitag bis Sonntag auf. Von Jazz und Blues bis Klassik, von Blas- und Volksmusik bis HipHop und Chorgesang ist alles zu hören.

Im Zentrum stehen vier so genannte Eröffnungs-Promenaden, die am Samstag, 25. und Sonntag, 26. März je zweimal durchgeführt werden. 1000 Personen je Durchgang werden von der "Stimme der Zeit" im Luzerner Saal, der "Stimme des Goldes" im Kleinen Saal und der "Stimme des Blechs" auf der Terrasse durch das Haus geführt. Filmmusik und orchesterbegleitete Stummfilme ergänzen das musikalische Programm

Die Kosten des Anlasses von 650 000 Franken werden zu mehr als drei Vierteln von Sponsoren und Beiträgen gedeckt. Der Rest soll über Billetteinnahmen finanziert werden. Für alle Veranstaltungen stehen rund 20 000 Tickets bereits. Sie werden zu Preisen zwischen sieben für die Promenaden und 35 Franken für symphonische Konzerte ab dem 10. Februar an den üblichen Vorverkaufsstellen in der ganzen Schweiz verkauft.

Das Prunkstück im KKL, der Konzertsaal, war im letzten Jahr an 233 Tagen belegt, was einer Auslastung von 65 Prozent entspricht. Mehr als eine halbe Million Menschen besuchten die Veranstaltungen, wie Generalmanager Michael Wittwer am Montag (17.01.) sagte. Im Jahr 2000 ist der Saal bereits an 262 Tagen reserviert.

Anfang Jahr hat die Management AG (MAG) als KKL-Betreiberin auch die meisten anderen Räume übernommen. Die Restaurants werden in den nächsten Wochen eröffnet, das Kunstmuseum am 19. Juni. Im vielfältig nutzbaren Luzerner Saal findet in diesen Tagen die erste Veranstaltung statt, und auch im Kongressteil mit dem sogenannten Kleinen Saal herrscht Betrieb. Diese Säle sind im laufenden Jahr bereits an 238 bzw. 136 Tagen reserviert.

Gekostet haben dürfte das KKL laut Peter Bischof von der Trägerstiftung rund 211 Mio. Franken. 24 Mio. davon müssen fremdfinanziert werden. Das seien sieben Millionen mehr als ursprünglich vorgesehen, 20 wären längerfristig verkraftbar. Somit bestehe eine Lücke von zwischen vier und sieben Mio. Franken.

Aus der Sicht von Stadtpräsident Urs W. Studer haben sich diese Investitionen gelohnt. Das KKL als neues Wahrzeichen der Stadt verleihe der ganzen Region Flügel, sagte Studer. Luzern erlebe einen Aufschwung, wie ihn die Stadt in ihrer über 800-jährigen Geschichte kaum je erlebt habe.

SRI und Agenturen

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