Vatikan: Italo-Schweizerin bringt Papst zu Fall

Die Frau, die an Heiligabend während der Mitternachtsmesse im Vatikan Papst Benedikt XVI. zu Fall brachte, ist 25 Jahre alt und hat einen Schweizer und einen italienischen Pass. Dies sagte Vatikansprecher Federico Lombardi am Freitag vor den Medien in Rom.

Dieser Inhalt wurde am 25. Dezember 2009 - 11:46 publiziert

Die Frau sei inzwischen hospitalisiert worden, sagte er ohne weitere Details zu nennen. Dem Papst dagegen gehe es gut. Benedikt XVI. blieb unverletzt.

Er sprach am Mittag des Weihnachtstages wie geplant von seinem Balkon über dem Petersplatz aus vor zehntausenden Menschen den Segen "Urbi et Orbi".

Während des Zwischenfalls ebenfalls gestürzt war der französische Kardinal Roger Etchegaray, obwohl er einige Meter vom Papst entfernt war. Der 87-Jährige erlitt dabei einen Bruch des Oberschenkels. Er müsse operiert werden, sagte der Vatikansprecher. Dem Kardinal gehe es aber den Umständen entsprechend gut.

Die offenbar geistig verwirrte Frau hatte sich am Donnerstagabend während der Einzugsprozession für die Messe im Petersdom auf Benedikt gestürzt und diesen zu Fall gebracht. Der 82-Jährige konnte mit Hilfe wieder aufstehen und feierte anschliessend die Messe wie geplant.

Die Angreiferin wurde anschliessend von der Vatikan-Polizei festgenommen und verhört. Nach ihren eigenen Angaben hatte sie den Papst lediglich umarmen wollen. Laut dem Vatikansprecher hatte die 25-Jährige bereits vor einem Jahr versucht, während der Christmette die Absperrungen zu durchbrechen.

swissinfo.ch und Agenturen

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